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Digitale Pinnwand : Der rasende Aufstieg des Fotodienstes Pinterest

Digitale Heftzwecken: Seite des Fotonetzwerks Pinterest Bild: dpa

Das Bilderteilnetzwerk Pinterest nutzen mehr als 50 Millionen Menschen. Und es werden immer mehr. Jetzt ist das Netzwerk fast drei Milliarden Euro wert.

          1 Min.

          Der nächste Urlaub, die nächste Wohnzimmereinrichtung, das nächste Abendessen - das alles und mehr können Nutzer auf der Internet-Pinnwand Pinterest ins Bild setzen, indem sie Fotos zu verschiedenen Themen sammeln, die sie interessieren. Inzwischen heften mehr als 50 Millionen Menschen Bilder zu ihren Interessen auf Pinterest digital ab und teilen sie mit anderen. Doch ist innerhalb des im März 2010 gegründeten sozialen Netzwerks nicht nur das Engagement der Nutzer zuletzt stark gestiegen, sondern auch das der Investoren.

          Wie der Pinterest-Gründer Ben Silbermann dem amerikanischen Technologieblog „All Things D“ bestätigte, hat Pinterest in einer neuen Finanzierungsrunde umgerechnet rund 163 Millionen Euro erhalten. Angeführt wurde die neue Investition demnach von der Beteiligungsgesellschaft Fidelity Investments. Damit erhöht sich die Bewertung des Unternehmens laut „All Things D“ auf umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro. Im Februar war Pinterest noch mit gut 1,8 Milliarden bewertet.

          Provisionen und Werbung als Geschäftsmodell

          Viel Geld für digitale Heftzwecken - und für einen Dienst, der zumindest bis jetzt noch keinen nennenswerten Gewinn ausgewiesen hat. Geld könnte Pinterest unter anderem mit den „Product Pins“ verdienen: Dabei binden Nutzer Produkte in ihre Bildersammlungen ein und das Netzwerk zeigt dafür an, wo diese Produkte im Netz zu kaufen sind und wie viel sie kosten. Wird durch die Bilder ein Kauf angeregt, erhält Pinterest eine Provision. Außerdem experimentiert das Unternehmen seit vergangenem Monat mit Werbeanzeigen auf den Nutzerseiten.

          Dass Potential besteht, mit diesem Geschäftsmodell Geld zu machen, zeigt ein Blick auf die Nutzungsintensität von Pinterest. Zwar steht das soziale Netzwerk noch hinter anderen Anbietern wie Facebook, was die Nutzungsdauer betrifft. Nach einer Erhebung des amerikanischen Unternehmens Shareaholic treibt Pinterest aber auch mehr und mehr Nutzer zu anderen Internetangeboten. Der Analysedienstleister hat für 200.000 Internetseiten untersucht, von welchen Angeboten die Nutzer auf die jeweiligen Seiten finden. Demnach leitet Pinterest mehr Nutzer zu anderen Internetseiten als das soziale Netzwerk Google+, das berufliche Netzwerk Linkedin  und das Videoportal Youtube zusammen. Zwischen September vergangenen Jahres und September dieses Jahres ist die Weiterleitmenge um fast 67 Prozent gestiegen - und damit mehr als bei jedem anderen untersuchten Dienst.

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