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Digitalkonferenz SXSW : Die Oculus-Brille lässt auf sich warten

Während sich die Oculus Brille weiter verzögert, soll die in Zusammenarbeit mit Samsung entwickelte Brille Gear VR (Foto) Ende des Jahres in die Läden kommen. Bild: dpa

Facebook hat sich den Einstieg in das Gebiet der virtuellen Realität einen Milliardenbetrag kosten lassen. Aber das Produkt ist noch nicht marktreif.

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          Virtuelle Realität ist ein Paradethema für die technologieverliebten Besucher der Digitalkonferenz South by Southwest. Und deshalb ist der Videobrillenhersteller Oculus, dessen Gerät das Eintauchen in virtuelle Welten erlaubt, hier auch ein Publikumsliebling. Schon in den vergangenen Jahren begeisterte das Unternehmen die Besucher mit Demonstrationen von Prototypen seiner Brille Oculus Rift. Hingerissen zeigte sich auch das soziale Netzwerk Facebook, das vor fast genau einem Jahr die Übernahme von Oculus für zwei Milliarden Dollar ankündigte. Was aber bis heute von Oculus fehlt, ist ein marktreifes Produkt.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Und womöglich wird Oculus Rift noch etwas länger auf sich warten lassen: Oculus-Gründer Palmer Luckey wollte sich in Austin entgegen früherer Aussagen nicht mehr auf eine Einführung des Geräts noch in diesem Jahr festlegen. Er wollte dies aber nicht als Indiz verstanden wissen, dass die Entwicklung der Brille nicht wie gewünscht vorankomme. Vielmehr verfolge Oculus seit der Übernahme durch Facebook größere Ambitionen für das Gerät. „Es gibt nichts, das furchtbar schief läuft, sondern alles läuft furchtbar richtig.“

          Schneller wird es womöglich für ein anderes Projekt gehen, an dem Oculus beteiligt ist: die in Zusammenarbeit mit dem koreanischen Samsung-Konzern entwickelte Brille Gear VR. Dieses Gerät, das bislang erst für einen begrenzten Nutzerkreis erhältlich ist, soll noch bis zum Jahresende für die Allgemeinheit verfügbar sein. Daneben sieht sich Oculus allgemein auf dem Feld der virtuellen Realität verstärkter Konkurrenz gegenüber. So hat der amerikanische Videospielehersteller Valve angekündigt, bis zum Jahresende eine Videobrille einzuführen, und der japanische Sony-Konzern will mit seiner bislang als „Project Morpheus“ bekannten Brille im nächsten Jahr starten.

          Erst im Januar hat der Softwarekonzern Microsoft mit einem ähnlichen Projekt aufhorchen lassen. Bei der damals von Microsoft vorgestellten „Hololens“ geht es aber eher um „Augmented Reality“ als um „Virtual Reality“. Das heißt, nicht das gesamte Bild ist virtuell, sondern das reale Umfeld wird mit digitalen Bildern angereichert. Oculus-Gründer Luckey sagte nun, ihn begeistere es mehr, der Realität ganz zu entfliehen als nur digitale Objekte in die reale Welt zu projizieren. Aber er sagte auch, dass er sich vorstellen kann, dass langfristig „Augmented Reality“ der größere Markt ist.

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