https://www.faz.net/-gqe-8nl5m

Bericht des Finanzministeriums : Deutschland ist auf dem Weg zur Fintech-Nation

  • Aktualisiert am

Angebote im Internet - die großen Banken bekommen immer mehr Konkurrenz. Bild: Wolfgang Eilmes

Das Bundesfinanzministerium stellt die Vorteile der Digitalisierung für Verbraucher heraus. Und auch manches Risiko, bei dem es schnell einschreiten will.

          Das Bundesfinanzministerium warnt vor Risiken durch die Digitalisierung des Finanzmarktes. „Es ist nicht auszuschließen, dass durch den Einsatz neuer Technik regulatorische Schlupflöcher entstehen, die schnell geschlossen werden müssen“, heißt es in seinem neuen Monatsbericht.

          Mit der flächendeckenden Anwendung automatisierter Verfahren würden die operationellen Risiken steigen. „Wenn sich diese in Richtung Finanzmarktstabilitätsrisiken entwickeln, verdienen sie unsere besondere Beachtung.“

          Das Ministerium sieht die Digitalisierung aber auch als Chance. „Der breite Einsatz neuer Technologien erhöht auch den Wettbewerb innerhalb des traditionellen Finanzsektors“, heißt es im Bericht. „Es ist davon auszugehen, dass zukünftig viele klassische Finanzdienstleistungen auch von sogenannten Fintechs angeboten werden, und sich somit die Auswahl für den Kunden verbreitern wird.“

          Deutschland sei auf dem Weg zur Fintech-Nation. Ende 2015 wurden 433 Fintech-Unternehmen mit einer Geschäftstätigkeit in Deutschland gezählt, erklärte das Ministerium. 346 seien auch tatsächlich geschäftlich aktiv, vor allem in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg.

          „Durch die Unsicherheit, die für Marktteilnehmer aus dem Brexit erwächst, könnten nun zusätzlich Teile des sehr gut entwickelten Fintech-Marktes von London in Richtung Kontinentaleuropa abwandern, da viele junge Unternehmen nicht das Risiko eingehen möchten, den einfachen Zugang zum Europäischen Finanzmarkt zu verlieren“, heißt es in dem Bericht. Das Ministerium will gemeinsam mit der Finanzaufsicht Bafin den Kontakt zu den Fintech-Unternehmen verstetigen, eine faire Regulierung von gleichen Finanzprodukten mit gleichen Risiken und einen angemessenen Verbraucherschutz durchsetzen.

          Weitere Themen

          Fernverkehr liegt lahm Video-Seite öffnen

          Warnstreiks bei der Bahn : Fernverkehr liegt lahm

          Die Gewerkschaft EVG hat für Montag einen Arbeitskampf angekündigt. Schwerpunkte nannte sie nicht. Mit Beeinträchtigungen müsse im ganzen Land gerechnet werden. Die Deutsche Bahn rät Reisenden ihre Fahrt zu verschieben.

          Erneute Warnstreiks bei der Bahn Video-Seite öffnen

          EVG kündigt Streiks an : Erneute Warnstreiks bei der Bahn

          Bahn-Reisende müssen sich auf Streiks in der Vorweihnachtszeit einstellen. Die EVG erklärte die laufenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert. Bereits in den nächsten Tagen ist mit erheblichen Zugausfällen zu rechnen.

          Topmeldungen

          Ein Brite protestiert gegen den Brexit.

          FAZ Plus Artikel: Angst vor Brexit : Geht London der Blumenkohl aus?

          Viele Obst- und Gemüsehändler in der Markthalle von New Spitalfields, dem größten Umschlagplatz für frische Lebensmittel in der britischen Hauptstadt, fürchten sich vor dem Brexit. SIe bereiten sich schon jetzt auf den Mangel vor.
          Nach der Wahl: Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz am 07. Dezember bei dem CDU-Parteitag in Hamburg.

          Partei-Austritte verhindern : Friedrich Merz, bleib unter uns!

          In Baden-Württemberg droht der CDU eine Austrittswelle, weil Merz nicht zum Vorsitzenden gewählt wurde. Die Unzufriedenheit der Stammwählerschaft geht aber noch weiter.
          Unser Sprinter-Autor: Carsten Knop

          FAZ.NET-Sprinter : Hätte, wollte, dürfte

          Eigentlich sollte am Dienstag das Brexit-Votum stattfinden. Eigentlich wollte Frankreichs Präsident Macron keine Zugeständnisse machen. Eigentlich dürfte die CDU keine politische Gestaltungsverweigerung mehr üben. Eigentlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.