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Deutsche Telekom : Software-Panne legte Telefonnetz lahm

  • Aktualisiert am

Ärger mit dem Telefonnetz in weiten Teilen Deutschlands Bild: dpa

Nun ist das Rätsel gelöst: Es war eine neue Software, die dafür sorgte, dass am Montag das Telefonnetz in vielen Orten zusammen gebrochen war. Betroffen war auch der Mobilfunk. Der Schaden sei jetzt behoben, heißt es bei der Deutschen Telekom.

          Ein Software-Problem an einem Telekom-Server in Düsseldorf hat am Montagabend in Teilen Deutschlands rund vier Stunden lang zu Ausfällen im Telefonnetz geführt. Von zahlreichen Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen konnte zeitweise nicht mehr telefoniert werden, wie ein Telekom-Sprecher am Dienstag in Düsseldorf bestätigte. Wie viele Menschen betroffen waren, lasse sich nicht abschätzen. Das Softwareproblem in Düsseldorf habe sich jedoch auch auf die Großräume Hamburg und Stuttgart ausgewirkt.

          Im Falle eines Komplettzusammenbruchs der Netze bliebe die Kommunikation zwischen Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr trotzdem ungestört, sagte Ursula Fuchs vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe der Nachrichtenagentur dpa.

          Schuld war eine neue Software

          Die Störung trat demnach am Montagnachmittag auf, nachdem auf dem Server in Düsseldorf eine neue Software installiert worden war. Der Telekom-Server ist dem Sprecher zufolge zuständig für die Verbindungen von anderer Anbieter ins Netz der Deutschen Telekom. Erste Störmeldungen kamen demnach gegen 16 Uhr zunächst aus dem Raum Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen.

          Wegen der Panne leitete die Telekom die Gespräche von Düsseldorf auf Server in Hamburg und zeitweise auch in Stuttgart um. Durch die damit verbundene Mehrbelastung dieser Server „kamen nicht alle Anrufer durch“, sagte der Sprecher.

          Millionen Kunden waren betroffen

          Wie viele Kunden von den Störungen betroffen waren, konnte der Telekom-Sprecher nicht sagen. Doch könnte die Zahl in die Millionen gehen, das es sich nicht nur um Festnetzkunden der Telekom, sondern auch Kunden anderer Anbieter handelte. Auch Mobilfunkkunden bekamen teilweise keine Verbindung, da diese Gespräche zum Teil ebenfalls über Festnetzleitungen und Server der Telekom laufen.

          Der Düsseldorfer Server konnte nach Telekom-Angaben um 16.39 Uhr wieder an Netz gehen, nachdem das offenkundig fehlerhafte Software-Update deinstalliert und die alte Software wieder aufgespielt worden war. In den darauffolgenden Stunden stablisierte sich das Telefonnetz nach und nach. „Um 22 Uhr konnten wir Entwarnung geben“, sagte der Sprecher. Der Server in Düsseldorf wurde demnach in der
          Nacht zum Dienstag überwacht, lief aber wieder stabil.

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