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Amerika : Zivilklagen gegen Facebooks Gesichtserkennung

  • Aktualisiert am

Das könnte dein Freund Helmut sein. Bild: dpa

Nach Protesten von Datenschützern hat Facebook die Gesichtserkennung, die beim Einstellen neuer Fotos Namen von darauf abgebildeten Freunden vorschlägt, wieder eingestellt. In Nachgang droht aber juristischer Ärger in Amerika.

          Facebook sieht sich in den Vereinigten Staaten Zivilklagen wegen einer Funktion zur Gesichtserkennung gegenüber. Ein Richter in San Francisco ließ am Donnerstag die Klagen von drei Nutzern aus dem Bundesstaat Illinois zu. Sie werfen dem sozialen Netzwerk vor, „heimlich und ohne Einverständnis“ ihre biometrische Gesichtsdaten gesammelt zu haben.

          Die Forderungen der Kläger nach Schadenersatz seien „plausibel“, erklärte der Richter, ohne Summen zu nennen. Im Mittelpunkt der Klage steht die im Jahr 2010 gestartete Gesichtserkennung auf Facebook, die beim Einstellen neuer Fotos Namen von darauf abgebildeten Freunden vorschlägt. Das Programm dahinter wertete bereits veröffentlichte Bilder aus und glich sie mit den neuen ab. Nach massiven Protesten von Datenschützern schaltete Facebook diese Funktion im Jahr 2012 wieder ab.

          Nach Auffassung der Kläger verstieß das soziale Netzwerk gegen ein Gesetz in Illinois zum Schutz von biometrischen Daten. Biometrische Erkennungsmerkmale des Gesichts seien gesammelt, gespeichert und letztlich ohne Erlaubnis für Markierungsvorschläge auf Fotos verwendet worden, argumentieren ihre Anwälte. Neben Facebook investieren auch andere Internetriesen wie Google in künstliche Intelligenz, um Nutzern zielgerichteter Angebote zu unterbreiten.

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