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Zehn Jahre Facebook : 7 Dinge, die Sie über Facebook nicht wissen

Facebook wird zehn Jahre alt. Bild: dpa

Über Facebook wurde schon viel geschrieben. Einiges ist jedoch den wenigsten bekannt. Zum 10. Geburtstag sind hier 7 Dinge, die Sie über Facebook bestimmt noch nicht wissen.

          1. Mehr als 1 Million Dollar für private Flüge
          Die Sicherheit des Chefs ist Facebook viel wert. Immerhin ist Mark Zuckerberg Herr über ein soziales Netzwerk mit mehr als 1,2 Milliarden Nutzern. Wenn Zuckerberg Urlaub macht, fliegt er deshalb nicht mit normalen Linien-Flugzeugen, sondern mit eigens gecharterten Maschinen. Für die Kosten inklusive Benzin, Crew und Catering - auch für Zuckerbergs Freunde und Familie - kommt Facebook auf. Im Jahr 2012 beliefen sich diese Kosten auf insgesamt 1,2 Millionen Dollar (888.000 Euro), wie aus einem Bericht des Unternehmens hervorgeht. Sie machten damit einen großen Teil seiner gesamten Bezüge von insgesamt 1,99 Millionen Dollar aus.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          2. Zuckerbergs Jahresgehalt - 1 Dollar
          Wo wir gerade schon beim Gehalt sind: Seit 2013 bekommt Zuckerberg statt der bisherigen 500.000 Dollar nur noch ein Gehalt von einem Dollar. Das hat er selbst so veranlasst. Zuckerberg wird auch keine Boni mehr beziehen. Viel wertvoller sind aber ohnehin die Facebook-Aktien, die er hält: Sein Reichtum sind seine Anteile an Facebook. Im Dezember verkaufte er 41,4 Millionen Anteilsscheine und kassierte dafür 2,3 Milliarden Dollar.

          3. Alle wollen Guttenberg
          Wer glaubt, der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sei nach den Plagiatsvorwürfen um seine Doktorarbeit komplett abgeschrieben, hat sich geirrt. Zumindest auf Facebook hat „KT“ noch immer viele Fans, wie Zahlen der Analysefirma Socialbakers zeigen. Denn mit 236.535 Fans aus Deutschland liegt er gleich hinter dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama (793.789) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (259.203) auf Platz drei.

          4. Bei 5000 Freunden ist Schluss
          Ein Hobby ist auf Facebook besonders häufig zu beobachten: Freunde sammeln. Nur wer viele Freunde hat, bekommt viele Glückwünsche zum Geburtstag und kann sich über „Gefällt mir“-Angaben unter den eigenen Beiträgen freuen. Eine Berechnung des Mathematikers Stephen Wolfram, Kopf hinter der Suchmaschine „Wolfram Alpha“, ergab, dass jeder Facebook-Nutzer im Durchschnitt 342 Freunde hat. Bei einer gewissen Grenze ist jedoch Schluss: Mehr als 5000 Freunde kann man auf Facebook nicht haben. (Anders verhält es sich mit den Fan-Seiten von Schauspielern, Bands und Politikern. Diese Zahl ist nicht begrenzt.)

          5. Zu alt für Facebook
          Es wurde ja schon viel darüber diskutiert, wie man Minderjährige auf Facebook ausreichend schützen kann. Was vielen aber noch nicht bekannt sein dürfte: Man kann für Facebook auch zu alt sein. Als die Amerikanerin Marguerite Joseph, geboren 1908, sich bei Facebook anmelden wollte, musste sie über ihr Alter lügen: Das System ermöglicht nur ab 1910 geborenen Nutzern die Anmeldung. Inzwischen hat Facebook die Einstellungen geändert: Heute kann man sich ab dem Geburtsjahr 1905 anmelden. 

          6. Weiß auf blau
          Dass Facebook zunächst als Netzwerk an der Elite-Universität Harvard entstanden ist, haben wohl die meisten schon mal gehört. Aber wissen Sie auch, warum das Logo so aussieht, wie es aussieht – mit weißer Schrift auf blauem Grund? Mark Zuckerberg ist rot-grün-blind, wie er einmal in einem Online-Test feststellte. Blau hingegen ist die Farbe, die er am besten erkennen kann, wie er selbst einmal gegenüber dem „New Yorker“ sagte.

          7. Mehr, als man wissen will
          Sind Sie auch so genervt von den Nutzern, die auf Facebook wirklich alles von sich preisgeben – Liebeskummer, Trennung, neuer Partner, wie es dem Hund geht und was sie zum Mittagessen hatten? Im englischsprachigen Raum gibt es dafür einen eigenen Ausdruck: Over-Sharing. Wörtlich übersetzt bedeutet das so viel wie „zu viel teilen“. Verzichten wollen viele auf die Over-Sharer offenbar aber trotzdem nicht: Unter www.oversharers.com ist ihnen sogar eine eigene Webseite mit den peinlichsten Beispielen gewidmet.

          Korrektur: In einer ersten Version dieses Artikels war unter Punkt 1 versehentlich von 1,2 Millionen Nutzern statt von 1,2 Milliarden Nutzern die Rede.

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