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Verpatzter Börsengang : Nasdaq will Facebook-Aktionären mehr zahlen

  • Aktualisiert am

Facebooks Manager zum Beginn des Aktienhandels auf der Videowand am Times Square. Bild: AFP

Beim Börsengang von Facebook spielte die Technik der Technologiebörse Nasdaq nicht mit. Den Betroffenen will Nasdaq nun mehr Geld zahlen. Davon profitieren vor allem Banken und professionelle Händler.

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          Der Börsenbetreiber Nasdaq OMX hat nach den Pannen beim Marktdebüt von Facebook im Mai sein Entschädigungsangebot nach heftiger Kritik aufgestockt. Man biete den betroffenen Finanzfirmen nun 62 Millionen Dollar, 22 Millionen Dollar mehr als bisher, teilte die Nasdaq am Freitag mit. Zudem sollen an Entschädigungen in Bar ausgezahlt werden. Bislang hatte die Nasdaq vor allem Handelsrabatte angeboten.

          Der Facebook-Börsengang war der größte eines Technologiekonzerns aller Zeiten. Aus Sicht der Anleger hat er sich aber als Mega-Flop erwiesen. Die Aktien waren zu 38 Dollar ausgegeben worden und viele Experten hatten für die Zeit danach kräftige Zuwächse vorhergesagt. Tatsächlich ging es aber bergab. Derzeit notieren die Papiere bei knapp 29 Dollar.

          Zum Handelsstart hatten die Nasdaq-Systeme hatten aufgrund technischer Probleme die hohe Order- und Stornierungs-Zahlen nicht bewältigen konnten. Für den Kurs der Facebook-Aktie lief schon der erste Börsentag schlecht: Er startete zwar mit 43 Dollar  weit über dem Ausgabepreis, doch schon bis zum Handelsschluss sank der Kurs auf 38,37 Dollar - knapp über den Ausgabepreis.

          Die Finanzfirmen, die den Facebook-Börsengang begleiteten, haben mutmaßlich rund 200 Millionen Dollar eingebüßt.

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