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Chatfunktion wird ausgelagert : Facebook zwingt Nutzer in eine neue App

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Wer wechselt? Links die Facebook-App, rechts der Messenger. Bild: dpa

Wer mit seinen Facebook-Freunden chatten will, muss sich bald eine zweite App herunterladen. Ob alle Nutzer das auch tun werden, ist jedoch fraglich.

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          Facebook spaltet seine Chat-Funktion weltweit von der allgemeinen Smartphone-App des Online-Netzwerks ab. Der bereits im April angekündigte Schritt werde nun international umgesetzt, teilte Facebook am späten Montagabend mit. Damit kommt demnächst auch Deutschland an die Reihe, nachdem die Umstellung zunächst nur in Amerika und einigen anderen Ländern griff. Facebook erklärte, dass der Dienst in einer separaten App besser weiterentwickelt werden könne.

          Diese „Messenger“-App gibt es bereits. Sie hat nach Angaben von Facebook 200 Millionen Nutzer und soll nun alleinige Anlaufstelle für Chatnachrichten über Facebook werden. Nutzer sollen in E-Mails und Nachrichten auf den Wechsel hingewiesen werden. Ob sie jedoch bereit sind, sich eine zweite App zu installieren oder nicht einfach ein anderes Angebot nutzen, um mit ihren Freunden zu chatten, wird sich erst noch zeigen müssen.

          Gründer Mark Zuckerberg hatte schon vor einiger Zeit den Plan ausgerufen, einzelne Funktionen stärker in getrennte Anwendungen zu plazieren. Facebook holte sich jüngst den bisherigen Chef des Bezahldienstes PayPal, David Marcus, als neuen Manager für den Bereich. Das wird auch als Zeichen dafür gewertet, dass in die Messenger-App eine Bezahlfunktion integriert werden könnte, wie Zuckerberg laut bereits „Tech Crunch“ bestätigte. Im April hatte das Unternehmen angekündigt, dass es eigenes elektronisches Geld ausgeben und seinen Nutzern so ermöglichen will, sich untereinander Geld zu überweisen. Die Idee zielt vor allem auf Schwellenländer ab. Eine entsprechende Lizenz hat Facebook in Irland bereits beantragt.

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