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Justin Bieber im Gespräch : „Dann wäre ich ja den ganzen Tag online“

  • Aktualisiert am

Zum Auftritt von Justin Bieber bei „Wetten, dass...” kam es wegen dem Abbruch der Sendung nicht Bild: Kai Nedden

Justin Bieber ist über Youtube mit seiner Musik berühmt geworden. Nun erscheinen bald ein Film mit ihm. Im Gespräch mit Alexander Armbruster erzählt der Sechzehnjährige von seinem Alltag mit dem Internet und seinem Glauben an Gott.

          2 Min.

          Justin, hast du dich über Düsseldorf oder Deutschland im Internet informiert, bevor Du herkamst?
          Nein.

          Wieso nicht, kein Interesse?
          Doch, Interesse schon. Aber ich bin an so vielen Orten, wenn ich da über jeden im Internet nachlesen würde, wäre ich den ganzen Tag online.

          Verbringst du viel Zeit im Netz?
          Nein, ich arbeite den ganzen Tag.

          Aber gehört das Internet nicht zur Arbeit dazu?
          Ich mache die meiste Zeit Musik, und dann bin ich eben auch viel unterwegs.

          Wo du sehr bekannt bist, ist ja das soziale Netzwerk Facebook. Weißt du, wie viele Freunde oder Fans du dort hast?
          Nein.

          Es sind aktuell mehr als sechzehn Millionen, nur 700 000 weniger als Barack Obama, der amerikanische Präsident.
          Wow.

          Benutzt du Facebook, und beantwortest Du Nachrichten deiner Fans dort selbst?
          Ja, ich benutze Facebook und auch Myspace und Twitter regelmäßig.

          Du bist mittlerweile eine Berühmtheit. Ich könnte mir vorstellen, dass du nicht einfach eine Mailadresse mit deinem Namen nehmen kannst, weil dein Postfach ständig überlastet wäre.
          Na, klar. Meine privaten E-Mails schreibe ich nicht unter meinem richtigen Namen.

          Wer ist denn für dich so wichtig, dass du ihm privat schreibst?
          Meine Familie, mein Vater, meine Großeltern und natürlich auch meine Freunde.

          In deiner Biografie erscheinen vor allem deine beiden Freunde Chaz und Ryan an prominenter Stelle. Stehst du mit denen regelmäßig in Kontakt, auch während du auf Konzerttour bist?
          Ja, so oft es geht. Dabei sind aber nicht die Konzerte das Hauptthema, sondern eigentlich mehr Alltägliches. Hhmm . . . darf ich Ihnen mal eine Frage stellen?

          Klar.
          Möchten Sie eigentlich irgendetwas über meine Musik wissen oder über mich? Außer, was ich im Internet mache oder dass ich SMS schreibe? In meinem Leben passiert nämlich gerade eine Menge, bald kommt mein Film "Never say never" heraus, außerdem ist gerade das Buch "First Step 2 Forever" erschienen, eine Autobiografie, die auch zeigt, wie ich aufgewachsen bin. Und dann bin ich auch noch für zwei Grammys nominiert.

          Ich kenne das Buch. Aber bevor wir darauf kommen, erzähl doch bitte noch kurz, wie deine Karriere begann. Das hat doch immerhin was mit dem Internet zu tun, mit Youtube.
          Ich habe selbstgedrehte Musikvideos auf Youtube gestellt und wurde dort von meinem jetzigen Manager entdeckt. Der hat mich dann mit Usher zusammen gebracht und der wiederum mit einer Plattenfirma. So kam es zum ersten Album . . .

          Auf deiner neuen CD "My Worlds - The Collection" gibt es ein Lied mit dem Titel "Pray". Das klingt ziemlich ernst, es handelt vom Beten und von Gott - ein Thema, das auch in der Biografie häufig vorkommt.
          Ja, das ist mir wichtig. Ich glaube, dass die Leute mehr inspirierende Musik brauchen, und in diesem Sinne ist Gott etwas, das mir am Herzen liegt.

          Gehst du regelmäßig in die Kirche?
          Dafür bin ich zu viel unterwegs. Ich bin auch kein religiöser Mensch. Viele sprechen immer gleich von Religion, wenn sie von Gott sprechen. Ich habe eine Beziehung zu Gott, der mir das alles hier ermöglicht, auch ohne dass ich regelmäßig in die Kirche gehe.

          Betest du?
          Ja, jeden Tag.

          Wie stellst du Dir Gott vor?
          Ich glaube, dass er alles erschaffen hat, die ganze Welt, Sie und mich. Und er hat mir die Möglichkeit gegeben, vor der ganzen Welt zu singen, so dass viele Menschen heute zu mir aufschauen. Ich möchte für sie ein Vorbild sein.

          Heute gilt Gott ja oft als irgendwie uncool. Redest du mit deinen Freunden denn über solche Themen?
          Gott ist wichtig für mich. Vielleicht gilt er in deinem Land ja als uncool. Für mich ist Gott jemand, auf den man sich verlassen kann.

          In deinem Buch schreibst du oft von deinen Großeltern, mit denen du viel zusammenwarst und mit denen du immer Weihnachten feierst. Wird das dieses Jahr auch so sein?
          Ja, daran hat sich nichts geändert.

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