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Soziales Netzwerk : Bastelt Facebook an einem Zensur-Tool für China?

  • Aktualisiert am

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat wohl weiterhin ein Auge auf China. Bild: dpa

Derzeit ist Facebook in China gesperrt. Angeblich arbeitet das Unternehmen jedoch an einer Software, mit der eine dritte Partei Einträge zensieren kann. Das soll Peking überzeugen, Facebook wieder zuzulassen.

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          Facebook hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Software zur Zensur von Nutzer-Einträgen entwickelt. Das Werkzeug könnte dem weltgrößten Netzwerk bei seinen Bemühungen helfen, auf den chinesischen Markt zurückzukehren, berichtet die „New York Times“. Die Zeitung beruft sich dabei auf anonyme Mitarbeiter des Konzerns.Facebook wurde vor sieben Jahren von den chinesischen Behörden aus dem Land verbannt.

          Der Internet-Konzern habe ein Instrument entwickelt, das es „dritten Seiten“ erlaube, populäre Einträge und Schlagworte auf Facebook zu beobachten, schrieb die Zeitung. Die „dritte Seite“ habe dann volle Kontrolle darüber, ob diese Posts in den Kanälen der Nutzer auch auftauchten.

          Es gebe allerdings keine Hinweise darauf, dass Facebook die Software den Behörden in China angeboten habe. Vielmehr sei es eine von vielen Ideen, die Facebook vor dem Aspekt einer Rückkehr nach China diskutiert habe. Möglicherweise werde die Software niemals eingesetzt.

          Facebook ist seit 2009 in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gesperrt. Damit hatten die Behörden nach ethnischen Unruhen mit 140 Toten versucht, den Austausch von Informationen darüber zu unterbinden. Ausländische Medien haben in China einen schweren Stand und sind politischem Druck ausgesetzt.

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