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In Amerika : Facebook sagt, wo deine Freunde sind

  • Aktualisiert am

So soll „Facebook Nearby Friends“ aussehen. Bild: AP

„Andrea ist in der Nähe“: Facebook sagt seinen Mitgliedern in Amerika jetzt, wo ihre Freunde gerade stecken. Gegen Datenschutz-Bedenken hat sich der Konzern gewappnet.

          Facebook weist seine amerikanischen Nutzer jetzt darauf hin, wenn ihre Freunde in der Nähe sind. Sind zwei Facebook-Freunde ungefähr in der gleichen Gegend, blinkt eine kurze Nachricht auf ihren Smartphones auf, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitgeteilt hat. Die Nutzer könnten sich dann treffen. Die neue Funktion heißt „Nearby Friends“ (Freunde in der Nähe). Wenn die Freunde reisen, zeigt Facebook, in welcher Stadt oder in welchem Viertel sie sich gerade befinden.

          Neue Funktionen von Facebook sind oft so gestrickt, dass sie Datenschützer ärgern. Zuletzt gab es eine große Daten-Diskussion, als Facebook den SMS-Ersatz „WhatsApp“ kaufte. Um sich gegen solche Diskussionen zu wappnen, hat der Konzern dieses Mal offenbar ausführlich mit Datenschützern und Politikern in Washington gesprochen, bevor er die Funktion eingeführt hat. Die Nachrichtenseite Politico zitiert den Datenschützer Justin Brookman mit einem Lob: „Sie haben ziemlich gut gesagt, worüber sie nachdenken, und auch Feedback dazu angenommen.“

          Tatsächlich ist einiges anders als bei früheren Produkteinführungen: „Nearby Friends“ ist nun nicht von vornherein angeschaltet, sondern wird erst dann aktiv, wenn die Nutzer sich dazu entschließen.

          Auch wenn die Funktion läuft, zeigt Facebook den Aufenthaltsort nicht jedem - sondern nur Freunden, die ihrerseits den Dienst auch aktiviert haben. Den Aufenthaltsort ganz öffentlich zu machen, erlaubt der Dienst überhaupt nicht. Dagegen können Nutzer aussuchen, welchen ihrer Freunde sie überhaupt ihren Aufenthaltsort erzählen wollen.

          Allerdings müssen Nutzer Facebook die Erlaubnis erteilen, auch ihre früheren Aufenthaltsorte zu speichern. Ein Facebook-Sprecher sagte dem Online-Dienst Techcrunch, später sollten die Daten für Werbung verwendet werden.

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