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Soziales Netzwerk : Facebook schnappt sich den Paypal-Chef

  • Aktualisiert am

Bald ein Kollege von Mark Zuckerberg: Paypal-Präsident David Marcus Bild: REUTERS

Auf der Einkaufliste von Facebook stehen nicht nur teure Start-ups, sondern auch Top-Manager der Konkurrenz. Der bisherige Paypal-Chef David Marcus soll sich künftig um Facebooks Messenger-Dienst kümmern.

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          Der Chef des zu eBay gehörenden Bezahldienstes PayPal wechselt zu Facebook. David Marcus werde sein Amt zum 27. Juni niederlegen, teilte der Online-Händler am Montag nach Börsenschluss mit. Bei dem sozialen Netzwerk werde der 41 Jahre alte Marcus für den Facebook Messenger zuständig sein, heißt es im Firmenblog. Der kürzlich von Facebook gekaufte Nachrichtendienst Whatsapp werde aber nicht in seinen Bereich fallen, hat die Agentur Bloomberg erfahren.

          Im April war bekannt geworden, dass Facebook seinen Mitgliedern ermöglichen will, untereinander Geldbeträge zu überweisen. Das wäre ein direkter Angriff auf die Domäne von Paypal.

          Ebay gibt sich zuversichtlich

          Ebay-Chef John Donahoe erklärte, Marcus hinterlasse ein starkes Managementteam. Der Bezahldienst sei zudem auf Kurs, seine für 2015 gesteckten Ziele zu erreichen. Marcus hatte Paypal seit zwei Jahren geleitet und die rasant wachsende Sparte intensiv auf Angebote für Mobilgeräte ausgedehnt. In diesen Bereich drängt auch Facebook immer stärker vor und setzt verstärkt auf Werbeeinnahmen über Smartphones und Tablets.

          Paypal gilt mit seinen 148 Millionen aktiven Nutzern als die zentrale Stütze von Ebay, trieb das Geschäft des Amazon-Rivalen zuletzt aber nicht mehr so stark an wie erhofft. Der Großinvestor Carl Icahn hatte unlängst seine Forderung zurückgezogen, Paypal von Ebay abzuspalten und zu verkaufen oder an die Börse zu bringen.

          Die Aktien von Ebay fielen nach Bekanntwerden des Personalabgangs nachbörslich um 2,2 Prozent.

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