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„Deutsche denken, Amerikanern ist Datenschutz egal“ : Facebook-Chefin klagt über Deutsche

Sheryl Sandberg Bild: Lucas

Das amerikanische Internetunternehmen Facebook fühlt sich in Deutschland wegen seiner Datenschutzpraktiken missverstanden.

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          Sheryl Sandberg, die als Chief Operating Officer das Tagesgeschäft von Facebook führt, sagte im Gespräch mit der F.A.Z, sie sehe bei Deutschen Voreingenommenheit gegenüber ihrem Unternehmen: „Europäer im Allgemeinen und Deutsche im Besonderen denken - und mir wurde dies wiederholt gesagt: Als amerikanisches Unternehmen könne man Privatsphäre weder verstehen, noch sich dafür interessieren.“

          Martin Gropp
          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Nach den Worten von Sandberg sind Kontroversen um die Datenschutzpraktiken von Facebook nicht entstanden, weil dem Unternehmen die Privatsphäre seiner Nutzer egal sei, sondern weil es die Einstellungen auf seiner Seite zu kompliziert gestaltet habe. „Die Nutzerdaten sind absolut sicher“, sagte sie weiter. Facebook habe mittlerweile Fortschritte gemacht, die Handhabung der Privatsphäreoptionen leichter zu machen.

          Sandberg sagte in dem Gespräch außerdem, der verpatzte Börsengang des Unternehmens im vergangenen Jahr sei für sie eine „Lernerfahrung“ gewesen. Nach ihren Worten ist Facebook heute aber in besserer Verfassung als vor dem Börsengang. Sie wies auch Statistiken zurück, wonach Facebook in manchen Märkten wie Deutschland und Amerika Nutzer verliere. „Die Schlagzeilen, dass Facebook bald nicht mehr cool ist, habe ich schon gesehen, als ich vor fünf Jahren ins Unternehmen gekommen bin.“ Die Nutzerzahlen seien bis zuletzt gestiegen.

          Sandberg verteidigte auch das neue Softwarepaket „Home“ für internetfähige Handys mit dem zu Google gehörenden Betriebssystem Android. Home wurde von vielen Beobachtern als Affront gegen den Wettbewerber Google interpretiert.

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