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Datenschutz : Facebook erlaubt Gesichtserkennung bei Fotos

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Wenn ein Nutzer nicht in den Bildern seiner Facebook-Bekannten automatisch erkannt werden will, könne er dies über die Datenschutz-Einstellungen deaktivieren Bild: REUTERS

Facebook führt eine automatische Gesichtserkennung bei Fotos ein. Die Funktion soll schrittweise zunächst in den Vereinigten Staaten freigeschaltet werden. Sie könne angeblich über die Datenschutz-Einstellungen ausgeschaltet werden.

          Das Online-Netzwerk Facebook führt eine automatische Gesichtserkennung bei Fotos ein. Damit solle es einfacher werden, Bekannte in Bildern zu finden, erläuterte ein Facebook-Entwickler in einem Blog-Eintrag. Die Funktion soll schrittweise zunächst in den Vereinigten Staaten freigeschaltet werden. Sie könne über die Datenschutz-Einstellungen ausgeschaltet werden, betont Facebook.

          Bei dem Netzwerk kann man Bilder mit seinen Bekannten mit sogenannten Tags versehen. Früher hätten sich Nutzer immer wieder beschwert, dass sie diese Namens-Markierungen bei jedem Bild neu eintragen müssten, hieß es in dem Blogeintrag. Vor einigen Monaten erlaubte es Facebook zunächst, mehrere Fotos auf einmal mit Tags zu versehen, jetzt folgt der nächste Schritt.

          Automatische Gesichtserkennung ist inzwischen technisch einfach

          Die Idee ist, dass beim Hochladen eines Fotos die Software automatisch bereits bekannte Personen in dem Bild erkennt und dem Nutzer entsprechende Namens-Tags vorschlägt. Dabei gibt es auch Einschränkungen, wie Facebook betont. So könne man einen Nutzer nur in einem Bild „taggen“, wenn er zu den eigenen Facebook-Freunden gehört. Wenn ein Nutzer nicht in den Bildern seiner Facebook-Bekannten automatisch erkannt werden will, könne er dies über die Datenschutz-Einstellungen deaktivieren.

          Automatische Gesichtserkennung ist inzwischen technisch einfach, wegen möglicher Folgen für Datenschutz und Persönlichkeitsrechte aber umstritten. Aktuelle Bildbearbeitungssoftware hat oft diese Funktion, um den Nutzern beim Sortieren von Fotos zu helfen. Datenschützer warnen hingegen immer wieder vor Programmen, die auch Unbekannte identifizieren können. Google-Chef Eric Schmidt sagte vor einigen Monaten bereits nach Medien-Spekulationen, dass der Internet-Konzern keine solchen Pläne habe. Sicherheitsbehörden nutzen Software dieser Art auch zur Auswertung der Aufnahmen von Überwachungskameras.

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