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Blog Ad hoc : Vive le Facebook

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Frankreichs Präsident Sarkozy lud Internetunternehmer zum Gipfeltreffen der G-8-Länder. Die Politik muss akzeptieren, dass das Internet ein Faszinosum bleiben muss, das zum Glück marktwirtschaftlichen Prinzipien folgt.

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          Was sind 64 Millionen Franzosen gegen gut 600 Millionen Mitglieder, die das Soziale Netzwerk Facebook hat? Diese Frage muss den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy bewegt haben, als er die Führungskräfte bedeutender Internetunternehmen zum Gipfeltreffen der G-8-Länder bat.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          Das Internet sorgt für Transparenz, es lässt sich schwer regulieren - das muss Politikern unheimlich sein, so gern sie sich im Kreis von Internetwunderkindern wie Facebook-Mitbegründer Marc Zuckerberg präsentieren. Entwicklungen spielen sich im Netz schneller ab, als Regierungen handeln können. Nie wird es gelingen, dort alle Probleme durch Gesetze zu lösen. Zudem läuft jede Regulierung Gefahr, Innovationen zu behindern und letztlich die etablierten Unternehmen abzusichern.

          So sollte die Politik akzeptieren, dass das Internet ein Faszinosum bleiben muss, das zum Glück marktwirtschaftlichen Prinzipien folgt: Im transparenten Netz werden die besten Produkte und Meinungen gewinnen. Das findet auch Zuckerberg. Hier hat er recht. Aber zum Abschiedsgruß vom französischen Präsidenten hätte er die Hand aus der Hosentasche nehmen sollen. So mächtig ist Facebook dann doch noch nicht.

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