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Schnäppchenportal : Groupon fängt sich

  • Aktualisiert am

Groupons Büro in Berlin Bild: dpa

Ein neuer Chef bringt das krisengeschüttelte Schnäppchenportal Groupon wieder auf Kurs. Der Umsatz steigt, die Aktie springt um fast ein Fünftel nach oben.

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          Der Interimschef des Online-Schnäppchenportals Groupon, Eric Lefkofsky, soll die Führung des Unternehmens längerfristig übernehmen. Das teilte Groupon am Mittwoch bei der Vorlage seiner Quartalszahlen mit. Lefkofsky konnte im ersten vollen Quartal unter seiner Führung besser als erwartete Umsatzzahlen präsentieren. Die Aktie gewann im nachbörslichen Handel 19 Prozent. Die Tatsache, dass Lefkofsky an der Spitze bleibe, habe zum großen Teil dazu beigetragen, sagte ein Analyst. Groupon beschloss zudem ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 300 Millionen Dollar.

          Lefkofsky, der Mitgründer des Unternehmens, übernahm die Führung im Februar, nachdem Firmenchef und Groupon-Gründer Andrew Mason gefeuert worden war. Das einst an der Börse gefeierte Internet-Unternehmen hatte damals drei Viertel seines Marktwertes eingebüßt.

          Der ehemalige Chef Andrew Mason bringt jetzt ein Album mit Motivationsmusik auf den Markt. Der neue Chef Eric Lefkofskys ändert die Strategie des Unternehmens und rückt die Nutzer von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets in den Mittelpunkt. Sie brachten zuletzt 50 Prozent des Umsatzes. Im Vorjahr waren es 30 Prozent.

          Das Chicagoer Unternehmen verbuchte im zweiten Quartal einen Umsatz von 608,7 Millionen Dollar nach 568,3 Millionen vor Jahresfrist. Die Analystenerwartungen lagen bei 606,2 Million Dollar. Das Wachstum kam aus Nordamerika, dem Stammmarkt des Unternehmens. In den USA und Kanada wuchsen die Umsätze um 45 Prozent und kompensierten damit den 24-prozentigen Rückgang in Europa, Nahost und Afrika sowie das Umsatzminus von 26 Prozent in den anderen Teilen der Welt.

          Auf der Ergebnisseite stand im zweiten Vierteljahr ein Nettoverlust von 7,6 Millionen Dollar oder ein Cent pro Aktie. Vor Jahresfrist stand ein Gewinn von 28,4 Million Dollar oder vier Cent je Aktie zu Buche. Ohne Sonderposten erreichte Groupon einen Gewinn von zwei Cent je Anteilsschein und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

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