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Computer : Der große Internet-Auftritt in Las Vegas

  • Aktualisiert am

Entertainment und IT stehen im Mittelpunkt der CES in Las Vegas Bild: AP

Die Consumer Electronic Show setzt auf Computer im Auto, Heim-Entertainment, Microsofts neues Betriebssystem Vista und drahtlose Netzwerke. Anders als die Cebit, die in einer tiefen Krise steckt, erlebt die amerikanische Messe einen Boom. Ein FAZ.NET-Spezial.

          Als an diesem Montag die größte amerikanische Messe im Spielerparadies Las Vegas ihre Tore öffnete, gab es Grund zum Feiern. Die Consumer Electronic Show, kurz CES genannt, begeht in diesem Jahr ihren vierzigsten Geburtstag. Im Fokus der Messe steht in diesmal die Verbindung von Fernsehen, Video, Musik und Internet in ihren verschiedensten Varianten. Dazu gehören neben dem Fernsehen über das Internet (IPTV) auch Angebote für Video auf Bestellung oder andere Online-Dienste. Dabei erweist sich inzwischen auch das Auto als vollwertiges Mitglied der digitalen Familie. Mehr als 240 Aussteller werden sich dem Aspekt der mobilen Technik im Auto widmen.

          Mit insgesamt 2700 Ausstellern auf rund 150.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ist die CES zur größten amerikanischen Fachmesse mit jährlichem Rhythmus geworden und hat für die Vereinigten Staaten die Bedeutung, die in Deutschland die Cebit einnimmt. Anders als diese erstreckt sich die CES lediglich auf zwei Veranstaltungshallen - im Las Vegas Convention Center, wo das Herz der Messe schlägt, und in der Sands Expo and Convention Hall.

          Deutsche Unternehmen nutzen die CES

          Hier findet sich auch der größte Teil der mehr als zwanzig „Techzones“, in denen dem Besucher aktuelle Themen wie Home Entertainment, drahtlose Kommunikation, Automotive und Spiele vielfach herstellerübergreifend näher gebracht werden. Der Bereich „Innovation Plus“ bietet Raum für über 100 internationale Aussteller, die Neuentwicklungen präsentieren. Unter ihnen befindet sich auch das Karlsruher Unternehmen Combots AG mit seiner Internet-Kommunikationsplattform, die sich noch im Beta-Stadium befindet.

          Las Vegas - zur Zeit nicht nur Spiele- sondern auch Computerparadies

          Auch andere deutsche Unternehmen nutzen die CES, um auf eigenen oder Gemeinschaftsständen ihre Produkte einer internationalen Öffentlichkeit vorzuführen. So ist beispielsweise das Unternehmen Devolo aus Aachen auf vier Ständen als Unteraussteller vertreten und liegt mit dem Thema Powerline-Heimvernetzung - auf Deutsch ist dies der Datenverkehr über die Stromleitung - im Trend der Messe.

          Speichertechniken für die wachsende Datenflut

          Ob im Automobil oder daheim: Im Mittelpunkt des Interesses stehen Lösungen zur - vor allem drahtlosen - Vernetzung der Geräte untereinander, die möglichst sicher und anwenderfreundlich erfolgen soll, und Speichertechniken für die stetig wachsende Datenflut. So stellt zum Beispiel Hitachi eine neue Terrabyte-Festplatte (1000 Gigabyte) im gängigen 3,5-Zoll-Format vor. Bisher wurde das Festplattenangebot für den Heimanwender bei mehr als 500 Gigabyte Speicherkapazität recht dünn.

          Unterhaltung und Spiele geben dabei auch für die großen Chiphersteller den Ton an: Intel und AMD messen hieran die Qualität ihrer Prozessoren und deren Architekturen. Selbst IBM nimmt nach langer Zeit der Abwesenheit wieder an der CES teil und zeigt in einem mehr als 300 Quadratmeter großen digitalen Heim unter anderem die Leistung ihrer in den maßgeblichen Spielekonsolen (Playstation 3, Nintendo Wii und Microsoft Xbox 360) verwendeten Chips.

          Vom Video-Gerät bis zur E-Gitarre

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