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Computer : BaFin vermutet Insiderhandel mit Medion-Aktien

  • Aktualisiert am

Run auf die Aldi-Computer bei früheren Verkaufsaktionen Bild: dpa

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte mit Aktien des Computerherstellers Medion Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf erstattet.

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          Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte mit Aktien des Computerherstellers Medion Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf erstattet.

          Die BaFin habe Kursbewegungen im Zusammenhang mit der Vorlage der Halbjahreszahlen von Medion Ende Juli untersucht, sagte ein Sprecher. Dabei sei der Verdacht auf Insiderhandel aufgekommen. Die Anzeige richte sich nicht gegen bestimmte Personen oder das Unternehmen.

          Medion will „Behörden vorbehaltlos unterstützen"

          Eine Medion-Sprecherin sagte, dem Unternehmen sei bekannt, daß es detaillierte Ermittlungen im Zusammenhang mit Kursbewegungen gebe. „Diese richten sich aber nicht gegen die Firma Medion", betonte sie. Medion werde „die Behörden vorbehaltlos unterstützen". Eine Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft konnte den Eingang der Anzeige zunächst nicht bestätigen.

          Die im MDax gelistete Medion-Aktie war allein zwischen April und Oktober 2004 von Höchstständen bei 37,60 Euro auf ein Jahrestief von 12,09 Euro eingebrochen. Am Donnerstag notierte sie mit einem leichten Minus bei 15,80 Euro.

          Einbruch der Aktie Ende Juli

          Der Elektronikhändler hatte am 29. Juli bei der Vorlage der Halbjahreszahlen wegen der anhaltenden Konsumschwäche in Deutschland seine Geschäftsziele für das laufende Jahr aufgegeben und erklärt, er halte einen Umsatz- und Gewinnrückgang für möglich. Die Aktie war bereits vor der überraschenden Veröffentlichung unter Druck geraten, nachdem Gerüchte über eine bevorstehende Gewinnwarnung aufgekommen waren. Noch am 28. Juli hatte der bis dahin erfolgsverwöhnte Konzern eine Stellungnahme zu Marktgerüchten abgelehnt, wonach Medion bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen, - die ursprünglich für Mitte August vorgesehen war - vor einem Ergebnisrückgang warnen könnte.

          Nach der Bekanntgabe der Zahlen waren die Papiere dann weiter eingebrochen und notierten mit 18,14 Euro knapp 38 Prozent im Minus. Analysten hatten damals die nach ihrer Einschätzung „verfehlte“ Kommunikationspolitik des Unternehmens kritisiert und gesagt, sie rechneten durch den entstandenen Vertrauensverlust bei den Anlegern weiter mit einer hohen Volatilität der Aktie.

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