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Chefwechsel : Marissa Mayer vergoogelt Yahoo

Marissa Mayer - hier noch bei ihrem alten Arbeitgeber, von dem sie sich jetzt einiges abguckt. Bild: AFP

Yahoos neue Chefin Marissa Mayer kommt von Google - einer Firma, die ihren Mitarbeitern das Leben leicht macht. Jetzt führt Mayer die ersten Annehmlichkeiten auch bei Yahoo ein.

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          Als Marissa Mayer bei Google war, überholte die neue Suchmaschine den damaligen etablierten Großkonkurrenten Yahoo, indem sie ihr Angebot nach außen hin radikal verschlankte: Eine weiße Seite, ein Suchfeld, das war es. Die Yahoo-Seite blinkte dagegen überall und wirkte für manchen Nutzer so vollgespickt mit Inhalten, dass er sich dort gar nicht mehr zurechtfand.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seit zwei Wochen ist Mayer nun Vorstandsvorsitzende von Yahoo und trimmt das schlingernde Internetdickschiff nun offensichtlich immer mehr auf Google-Kurs - ironischerweise indem Mayer ihren neuen Arbeitgeber zumindest nach außen hin nicht schlanker macht, dafür nach innen hin mit einigen Google-Charakteristika aufbläht.

          Kostenloses Essen, schönere Arbeitsplätze

          Wie das gut unterrichtete amerikanische Blog All Things D berichtet, hat die Google-Veteranin einige Annehmlichkeiten eingeführt, die für ihren ehemaligen Arbeitgeber typisch waren. So treffen sich die Yahoo-Mitarbeiter nun jede Woche zu einer freitäglichen „All-Hands“-Runde, bei der sich Chefs und Fußvolk näher kommen können. Eine ähnliche Runde kennt Mayer auch von ihrer Zeit bei Google.

          Außerdem habe Mayer angekündigt, dass von nun an das Essen in der Yahoo-Kantine im Silicon Valley kostenlos sein werde - bisher war nur der Kaffee kostenlos, für den laut All Things D die Mitgründer Jerry Yang und David Filo aufkamen. Das leibliche Wohl von Googles Entwicklern übernimmt ebenfalls der Arbeitgeber. Als dritten Schritt will Mayer nun auch noch die Arbeitsplätze der Yahoo-Mitarbeiter auf Google-Niveau bringen, damit diese besser zusammenarbeiten und sich mithin „cooler“ fühlten.

          Das kostenlose Essen sei nur eine kleine Sache, zitiert All Things D einen Mitarbeiter, „aber die Leute sind begeistert“. Ein anderer Mitarbeiter reagierte eher lakonisch: „There is no free lunch - man kriegt nichts geschenkt.“

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