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Werbung : Wie Burger King Google austrickst

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Was ist drin? Fragen Sie Google! Bild: AP

Googles sprachgesteuerte Kleingeräte beantworten auf Zuruf Fragen. Das hat sich die Fast-Food-Kette Burger King zu Nutze gemacht. Nicht alle Kunden sind begeistert.

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          Darauf war Google offenbar nicht vorbereitet: auf einen Werbespot von Burger King. In dem Spot sagt ein Mann, er habe in 15 Sekunden leider nicht genug Zeit, die Zutaten des Burgers aufzuzählen. „Aber ich habe eine Idee“, sagt er dann. „Ok Google, was ist der Whopper?“

          „Ok Google“ ist der Satz, mit dem sich die meisten sprachgesteuerten Google-Geräte aktivieren und auf Anfragen warten. Also aktivierten sich in vielen Häusern die Google-Geräte, zum Beispiel der „Google Home“-Lautsprecher neben dem Fernseher. Brav listeten sie die Zutaten des Burgers auf, wie sie auf Wikipedia standen.

          Werbespot : So trickst Burger King Google aus

          Burger King strahlte den Spot am Mittwoch unter anderem auf MTV und Comedy Central aus. „Es ist ein cooler und mutiger Weg, unsere Gäste zu überraschen“, sagte Burger-King-Markenchef Jose Cil der Nachrichtenagentur Bloomberg.

          Diskussion über Stimm-aktivierte Geräte beginnt

          Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Ein Internetnutzer veränderte den Wikipedia-Eintrag des Burgers, so dass Google vorlas, er würde aus Rattenfleisch bestehen. Google selbst wurde von der Aktion offenbar überrascht. Nach mehreren Stunden hatte der Konzern die Funktion offenbar abgestellt.

          Dabei hatte Google selbst vor einigen Wochen Werbung auf seinen Geräten getestet: Nachdem die Geräte die Staunachrichten und das Wetter angesagt hatten, folgte ein Hinweis auf den Disney-Film „Die Schöne und das Biest“.

          Nach dem Burger-King-Werbespot begann in den Vereinigten Staaten eine Debatte über die Stimm-aktivierten Geräte, die inzwischen in manchen Haushalten stehen und die ihren Besitzern ständig zuhören, um auf Kommandos zu warten. Auch Amazons Lautsprecher „Echo“ gehört in diese Kategorie.

          Marketing-Manager Bob Gilbreath wies darauf hin, dass die Geräte für die meisten Menschen neu seien. „Die meisten Leute trauen der Werbung nicht, und wenn Werber die ganze Zeit mithören, was in unseren Häusern passiert, ist das unheimlich“, sagte er der „New York Times“.

          Schon vor einiger Zeit hatte der Comiczeichner Randall Munroe die Geräte zum Anlass für ein Comic genommen: Darin begrüßen Gäste ihre Gastgeber beim Eintritt ins Haus mit dem Satz „Alexa, bestelle zwei Tonnen Sahnemais“ – um zu testen, ob Amazons Gerät lauscht.

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