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Neue Konkurrenz für Onlinehändler : Angriff auf Amazon

Und jetzt schnell zum Kunden: Ein Paket rollt in einem Amazon-Logistikzentrum über ein Transportband Bild: dpa

Der Handelsgigant Amazon hat schon viele Rivalen niedergerungen. Die Buchhandelskette Barnes&Noble tut sich nun mit Google zusammen. Gemeinsam testen sie die Buchlieferung am selben Tag.

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          Gerade in den Vereinigten Staaten ist der Einfluss von Amazon auf den Buchhandel groß. Auch weil sich der größte Onlinehändler der Welt immer mehr vom Buchumsatzkuchen abschnitt, hatte schon 2011 die Buchhandelskette Borders Konkurs anmelden müssen. Viele unabhängige Buchhändler mussten und müssen ebenfalls die Segel streichen. Der Borders-Konkurrent Barnes & Noble hält sich dagegen noch immer recht wacker und holt nun zumindest zu einem kleinen Befreiungsschlag gegen den übermächtigen Onlinehändler aus. Dafür verbündet sich Barnes & Noble ausgerechnet mit einem Internetkonzern: Google.

          Wie die „New York Times“ am Donnerstag berichtete, testen Netzriese und Buchhandelskette zusammen die Buchauslieferung am selben Tag – und greifen Amazon damit mit dessen eigenen Waffen an. Wer über den bisher nur in Amerika verfügbaren Google-Dienst „Shopping Express“ ein Buch bestellt, soll es noch am selben Tag von einer lokalen Barnes-&-Noble-Filiale geliefert bekommen. Der Test ist vorerst stark regional begrenzt – auch, weil Google „Shopping Express“ derzeit lediglich in San Francisco, in Los Angeles und New York anbietet. In diesen Städten liefert der Internetkonzern bisher innerhalb weniger Stunden Produkte von Supermarktketten wie Target oder der Apothekenkette Walgreens aus. Bücher sollen vorerst lediglich im New Yorker Stadtteil Manhattan, im Westteil von Los Angeles sowie in der Bay Area von San Francisco erhältlich sein.

          Die beiden Partner versuchen mit dem Test der Schnelllieferung einem generellen Trend entgegen zu treten: In Amerika kennen die Verkaufszahlen von stationären Buchhändlern seit längerem fast nur eine Richtung. Auch von Januar bis einschließlich Mai dieses Jahres wiesen die Verkäufe abwärts, wie aus den Umsatzmeldungen auf der Internetseite der American Booksellers Association ersichtlich ist. Zahlen für die Monate Juni und Juli liegen zwar noch nicht vor, aber am generellen Trend dürfte sich nicht viel geändert haben.

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