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Getestet : Bringt Appbounty einen schnell an Gutscheine?

  • -Aktualisiert am

Im Test haben wir es gerade einmal auf 75 Punkte geschafft. Die meisten Angebote haben nicht funktioniert. Bild: Screenshot von Appbounty

Apps gibt es für alles und jeden. Doch was Appbounty versucht, ist in Deutschland neu. Für den Download von Apps gibt es Gutscheine für Amazon, iTunes und mehr.

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          App downloaden, starten, Punkte kriegen und Gutscheine bekommen. Das verspricht die App Appbounty des Berliner Unternehmens Advertile Mobile UG. Über Appbounty kann jeder kleine Programme für das Smartphone herunterladen und sich dafür sogenannte „Credits“ erwirtschaften. Diese können ab einem gewissen Wert in Gutscheine für iTunes, den Play-Store, Amazon und ein paar weitere Dinge umgewandelt werden. Aber geht es wirklich so schnell und einfach? Wir haben es mit einem Android-Smartphone ausprobiert.

          Appbounty gibt es in mehreren Ländern kostenlos im Play-Store für Android-Geräte und bei iTunes für Apple-Produkte, meistens reicht aber auch ein Besuch auf der Webseite Appbounty.net. Nachdem der Nutzer die App heruntergeladen und gestartet hat, wird man natürlich aufgefordert, sich mit seinem Facebook-Account anzumelden. Der Schritt kann aber auch getrost übersprungen werden. Danach werden einem etwa 15 Apps angezeigt, die man direkt herunterladen kann.

          Unter dem Titel der App ist angegeben, was getan werden muss, um die gewünschten Punkte zu erhalten. Meistens steht dort nur „Download and Start“. Rechts davon stehen die Belohnungspunkte, die man dafür erhält. Das können nur 14 sein aber auch 118. „Wie viele Punkte man für eine App bekommt, hängt davon ab, wie viel der App-Entwickler uns dafür zahlt, dass wir seine App vermarkten“, erklärt der Geschäftsführer Jens Disselhoff von Advertile Mobile UG.

          Bei Apple gibt es mehr Punkte

          In den Kommentaren des Play-Store und in Foren beschweren sich Nutzer darüber, dass es in der iOS-App mehr Punkte pro App gibt. „Ja, das ist richtig. Die Entwickler zahlen in der Regel mehr, um ihre iOS-Apps zu vermarkten. Apple-Kunden haben eben die höhere Zahlungsbereitschaft“, sagt Disselhoff.

          Wenn man dann auf die Punkte tippt, wird man in den App-Store weitergeleitet. Dort sollte nochmal geprüft werden, ob die App wirklich kostenlos ist. Im Test wurde man zwar nur auf kostenlose Apps weitergeleitet, doch es waren nicht immer die, die man ausgewählt hat. Laut Disselhoff kann es passieren, dass die Anbieter andere Apps einstellen, als sie der Berliner Firma versprochen haben. Wird ein solcher Fall von einem Nutzer gemeldet oder von Mitarbeitern entdeckt, wird der Anbieter darauf hingewiesen und zur Not das Angebot gesperrt.

          Hat man sich vergewissert, dass die App kostenlos ist, kann man sie herunterladen. Ist sie installiert, muss sie einmal gestartet werden und manchmal etwas innerhalb der App herumtippen. Nur wenige Apps verlangen eine Registrierung. Wenn diese für die Punkte notwendig ist, ist das bei Appbounty aber schon vor dem Download angegeben. Hat man die Schritte erledigt, sollten die Punkte auch schon dem Konto gut geschrieben sein. Manchmal dauert es aber bis zu zehn Minuten. Wenn die Punkte da sind, kann man die App getrost wieder deinstallieren, wenn sie einem nicht gefallen hat. Die Punkte bleiben trotzdem.

          Teilweise kommt man aber gar nicht erst bis zum Download. Im Test mit der Android-Version von Appbounty erschien oft die Meldung, dass das Angebot nicht mehr bestehe. Das liegt laut Disselhoff daran, dass die App-Entwickler entweder einen Zeitraum festlegen, in dem ihr Angebot verfügbar sein soll oder eine bestimmte Anzahl an Downloads, die dadurch generiert werden sollen.

          1000 Punkte für 2 Dollar

          Duch dieses System gibt es alle zwei bis drei Tage neue Angebote, damit man weiter Punkte sammeln kann. Für einen 2 Dollar Amazon-Gutschein braucht man 1000 Punkte, das entspricht bei Android im Schnitt 20 Apps – ein ziemlich großer Aufwand. Bei iOS geht es etwas schneller. Da reicht aufgrund der größeren Belohnungen der Download von rund 14 Apps.

          Zur Auswahl stehen meistens  unbekannte Spiele-Apps. Es gibt aber auch Apps im Angebot, die man sich vielleicht so oder so runterlädt wie Paypal, „Mobile.de“, die Flirt-App Lovoo sowie Lieferando und Lieferheld.

          Punkte gibt es aber auch für eingeladene Freunde oder die Registrierung per Facebook. Das lohnt sich mehr als der Download der Apps. Pro Freund gibt es  250 Punkte. Vier eingeladene Freunde ergeben also einen 2 Dollar Gutschein. Für 10 Euro braucht es dann 20 Freunde oder den Download von etwa 100 Apps.

          Einem Kind ist es mit seinem iPad tatsächlich gelungen, sich einen 50-Dollar-Gutschein zu verdienen. Im Selbsttest mit dem Android-Gerät gab es zu wenig Punkte für die einzelnen Apps und zu viele nicht verfügbare Angebote, um an einem oder zwei Tagen auch nur an einen 2 Dollar-Gutschein zu kommen. Geschäftsführer Disselhoff meint dazu, dass die Android-App noch nicht ganz ausgereift ist und das Augenmerk auf der iOS-App liegt. An der Android-App werde aber noch gearbeitet.

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