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Technologiekonzerne : Apple und Google legen Arbeitgeberkartell-Klage bei

Opfer der Absprachen: Die Mitarbeiter der Technologiekonzerne Bild: REUTERS

Ein Vergleich wendet einen Prozess gegen vier der größten Technologiekonzerne der Welt ab: Es ging um Absprachen unter anderem zwischen Apple und Google bezüglich des Verzichts auf Abwerbung von Personal.

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          Eine Gruppe von vier amerikanischen Technologiekonzernen hat eine öffentlichkeitswirksame Kartellklage um lohndrückende Absprachen bei der Rekrutierung von Personal mit einem Vergleich beigelegt. Der Elektronikkonzern Apple, das Internetunternehmen Google, der Halbleiterhersteller Intel sowie der Softwarespezialist Adobe wenden damit einen Prozess ab, der im Mai beginnen sollte. Finanzielle Details zu dem Vergleich wurden am Donnerstag abend zunächst nicht bekannt. Die Sammelklage wurde im Namen von mehr als 64.000 Mitarbeitern eingereicht, den Unternehmen wurde darin illegale Absprachen vorgeworfen, sich untereinander kein Personal abzuwerben.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          In der Vorbereitungsphase auf den Prozess kamen E-Mails von einigen der prominentesten Namen aus der Technologieindustrie ans Licht, die den Vorwurf solcher Absprachen zu unterstreichen schienen. Unter den Absendern der E-Mails waren Steve Jobs, der verstorbene frühere Vorstandsvorsitzende von Apple, sowie Eric Schmidt, der frühere Chef von Google. Die Mitarbeiter haben in der Sammelklage Schadenersatz von 3 Milliarden Dollar gefordert. Im Falle einer Niederlage in einem Prozess hätte sich diese Summe sogar auf 9 Milliarden Dollar verdreifachen können. Im vergangenen Jahr gab es in der Auseinandersetzung schon Vergleiche mit dem Softwarehersteller Intuit sowie den zum Unterhaltungskonzern Walt Disney gehörenden Tochtergesellschaften Lucasfilm und Pixar. Diese Unternehmen erklärten sich zur Zahlung von insgesamt 20 Millionen Dollar bereit.

          Im Jahr 2010 gab es schon einen Vergleich mit dem Justizministerium, in dem sich Apple, Google und die anderen Unternehmen bereit erklärten, keine Absprachen zum Nichtabwerben von Mitarbeitern zu treffen. Eine Geldstrafe war mit dem damaligen Vergleich aber nicht verbunden.

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