https://www.faz.net/-gqm-8mgrs

Apple Car : Baut Apple doch kein eigenes Auto?

  • Aktualisiert am

Was aus dem „Apple Car“ wird, ist völlig offen. Bild: dpa

Apple macht ein großes Geheimnis um sein „Apple Car“. Doch nun gibt es Hinweise dafür, dass das Projekt in Problemen steckt.

          1 Min.

          Ob Apple demnächst ein eigenes Auto baut, wird immer fraglicher. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über Umstrukturierungen in der Entwicklungsabteilung, die für das „Apple Car“ zuständig ist. Von insgesamt 1000 Mitarbeitern seien in den vergangenen Monaten mehrere hundert in andere Abteilungen versetzt worden oder hätten gekündigt.

          Außerdem konzentrieren sich die Verantwortlichen offenbar erst einmal auf die Entwicklung einer Software für autonomes Fahren. Dann könne später immer noch entschieden werden, ob Apple dafür mit anderen Autoherstellern zusammenarbeiten oder ein eigenes Auto bauen werde.

          Vor wenigen Wochen war über Apples Interesse an einem Kauf des britischen Sportwagenherstellers McLaren Group spekuliert worden. Apple habe McLaren auf eine mögliche Transaktion angesprochen und könne sich sowohl eine vollständige Übernahme als auch eine „strategische Investition“ vorstellen, hieß es. Schon in diesem Zuge wurde darüber spekuliert, dass Apple auf den Bau eines eigenen Autos verzichten könnte. Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge ist Apple vor allem an der Technologie, der Ingenieurskompetenz und am Patentportfolio von McLaren interessiert.

          Apple selbst macht seit Monaten ein großes Geheimnis um das Auto-Projekt, das intern als „Project Titan“ bekannt ist. Auch die neuesten Berichte über die Umstrukturierung wollte ein Sprecher nicht kommentieren. Der Konzern hatte das Projekt 2014 gestartet. Das Beratungsunternehmen McKinsey schätzt, es werde bis zum Jahr 2030 6,7 Milliarden Dollar wert sein.

          Allerdings gibt es schon länger interne Querelen im Projekt. Anfang 2016 war bereits Steve Zadesky, ein früherer Ford-Ingenieur und iPod-Designer, als Verantwortlicher aus dem Projekt ausgestiegen. Seitdem ist der frühere iPad-Entwickler Bob Mansfield für „Project Titan“ verantwortlich. Er soll die Strategie dahingehend verändert haben, dass Apple mehr mit bestehenden Autoherstellern zusammenarbeitet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wer hätte es ihnen zugetraut? Peter Tschentscher lässt sich von SPD-Landeschefin Melanie Leonhard (links) und seiner Frau beklatschen.

          Hamburg hat gewählt : Tschentschers Plan ist aufgegangen

          Hamburg beschert der SPD fast vergessene Glücksgefühle. Der Erste Bürgermeister bleibt im Amt. Er könnte sich sogar den Partner aussuchen. Würde er lieber mit dem Verlierer CDU regieren als mit kraftstrotzenden Grünen?

          Grüne in Hamburg : Zweiter Platz, erster Verlierer

          Die Grünen legen erheblich zu, verpassen aber schon wieder eine große Chance: in einem zweiten Bundesland zu regieren. Für Robert Habeck und Annalena Baerbock wird es damit nicht leichter, ihren Anspruch auf Platz eins bei der nächsten Bundestagswahl glaubwürdig zu machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.