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Trojaner-Attacke : Angriff auf iPhone und iPad

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Ein neuer Trojaner infiziert massenweise mobile Apple-Geräte, vor allem in China. Die Schadsoftware wird von Macs auf iPhone und iPad per USB übertragen.

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          Das IT-Sicherheitsunternehmen Palo Alto Networks warnt Nutzer von iPhones, iPads und Macintosh-Computern vor einem neuen Trojaner. Betroffen sind vor allen Dingen Chinesen. Das „Wire Lurker“ genannte Schadprogramm leite eine neue Ära von Malware für Apple-Geräte ein, zitiert die „Financial Times“ aus einer Verlautbarung des Unternehmens.

          Der Name „Wire Lurker” leitet sich davon ab, dass der Trojaner über ein USB-Kabel von Macintosh-Computern auf mobile Geräte überspringen kann. Sobald das iPhone mit dem Rechner verbunden wird, erkennt dies der Trojaner.

          Der Virus nutzt dabei eine Technik, mit der man Apps für das Macbook oder den iMac außerhalb des App-Stores installieren kann. Diese ist eigentlich für Unternehmen reserviert, die Mitarbeitern Apps für den internen Gebrauch zur Verfügung stellen wollen.

          Wire Lurker stiehlt Informationen von den Mobilgeräten und ruft immer wieder Updates von den Servern der Urheber ab. Der Trojaner werde aktiv weiter entwickelt, die Absichten der Urheber seien noch unklar.

          Die Quelle der Infektion ist der chinesische App-Store Maiyadi, so dass vor allem chinesische Nutzer betroffen sind. Mehr als 400 Apps für Macintosh-Computer seien infiziert, die schon 350.000 Mal heruntergeladen worden seien. Laut Palo Alto Networks ist dies der bis dato größte Virenbefall  von Apple-Geräten.

          Etwas bedrohlich ist die Information, dass sich der Trojaner auch auf iPhones installiert, die nicht mit einem Jailbreak freigeschaltet sind. Wie dies funktionieren kann, erklärt das IT-Sicherheitsunternehmen nicht.

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