https://www.faz.net/-gqm-7zt6u

Konkurrenz für Tesla : Apple entwickelt offenbar eigenes Auto

  • Aktualisiert am

Apple-Software CarPlay: Das Programm soll das iPhone mit dem Auto verbinden. Bild: Reuters

Hunderte Autoexperten arbeiten an einem geheimen Entwicklungsprojekt von Apple: Laut Medienberichten handelt es sich dabei um ein eigenes Elektro-Fahrzeug. Auch ein Deutscher soll daran beteiligt sein.

          1 Min.

          Apple arbeitet Medienberichten zufolge an der Entwicklung eines eigenen Autos. Der iPhone-Hersteller erwäge den Bau einer Art Großraumlimousine, berichtete das „Wall Street Journal“ am Samstag unter Berufung auf einen Insider. Es soll sich dabei um ein Elektro-Fahrzeug handeln.

          Der Konzern habe Experten für Fahrzeugtechnik und -design eingestellt, die in einer geheimen Anlage im Silicon Valley arbeiteten. Dort seien hunderte Menschen beschäftigt. Geleitet werde das Geheimlabor von Apple-Veteran Steve Zadesky, der schon an iPod und iPhone mitgewirkt und einst bei Ford gearbeitet habe. Auch der bisherige Chef der Entwicklungssparte von Mercedes-Benz im Silicon Valley, Johann Jungwirth, sei zu Apple gewechselt.

          Abwerben von Ingenieuren

          Auch die „Financial Times“ berichtete am Freitagabend über das geheime Auto-Projekt bei Apple. Der Zeitung zufolge hätten sich Apple-Designer in den vergangenen Monaten regelmäßig mit Managern und Ingenieuren der Autobranche getroffen und teilweise versucht, diese abzuwerben. Mit einem Elektro-Auto würde Apple unter anderem auch dem Branchen-Pionier Tesla und BMW Konkurrenz machen. Viele Experten sagen diesen Fahrzeugen eine glänzende Zukunft voraus, Tesla will bis 2025 mehrere Millionen davon absetzen, derzeit sind es erst einige zehntausend.

          Apple-Manager seien für das Projekt auch nach Österreich geflogen, um sich mit Auftragsfertigern zu treffen, unter anderem mit Magna Steyr, schrieb das „Wall Street Journal“. Apple hoffe, das Geschäft mit Elektroautos ähnlich zu prägen wie einst den Smartphone-Markt mit seinem iPhone, wurde eine der Quellen zitiert. Aktuell erforsche das Team unter anderem verschiedene Metalle und andere Materialien für die Autoproduktion.

          Ob Apple das Projekt tatsächlich auch bis zur Marktreife durchziehen wird, steht laut „Wall Street Journal“ noch nicht fest. Die endgültige Umsetzung würde jedenfalls noch Jahre dauern. Apple ist bekannt dafür, viele Prototypen zu testen, die nicht zu Produkten werden. So gibt es zum Beispiel immer noch keinen Apple-Fernseher, über den schon vor Jahren spekuliert wurde. Teure Experimente kann sich das Unternehmen leisten: Der Konzern sitzt auf einem Geldberg von 178 Milliarden Dollar und fährt vor allem dank des Erfolgs des iPhone einen Milliardengewinn nach dem anderen ein.

          Weitere Themen

          Die FDP lebt

          Einigung auf Grundsteuer : Die FDP lebt

          Die FDP hat ihre Vetomacht im Bundesrat klug genutzt. Die neue Grundsteuer ist ungewohnt freiheitlich für Deutschland. Ein großes Manko des Steuer-Monstrums bleibt dennoch.

          Was Libra wirklich bringt

          Mitgründer der Digitalwährung : Was Libra wirklich bringt

          Zwei zentrale Libra-Manager verteidigen das Projekt in der F.A.Z.: Facebook sei nur eine Stimmen unter vielen, Verbraucher würden durch die Digitalwährung stärker beteiligt – und die Kosten gesenkt.

          Topmeldungen

          Christian Lindner hat bei der Grundrente bewiesen: Die FDP lebt. Hier spricht er bei einer Veranstaltung im Dezember 2017.

          Einigung auf Grundsteuer : Die FDP lebt

          Die FDP hat ihre Vetomacht im Bundesrat klug genutzt. Die neue Grundsteuer ist ungewohnt freiheitlich für Deutschland. Ein großes Manko des Steuer-Monstrums bleibt dennoch.
          Das Twitter-Fenster ist auch im Beruf bei vielen geöffnet.

          Die Karrierefrage : Was darf ich bei der Arbeit twittern?

          Von Trump bis zum einfachen Angestellten: Viele twittern während der Arbeit – und über sie. Das kann günstige Werbung sein oder ein PR-Albtraum. Chefs können wenig reinreden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.