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„iWatch“ : Apple kämpft mit seiner Armbanduhr

Apple ist nicht Vorreiter in Sachen internetfähiger Armbanduhren. Bild: AFP

Eine Computer-Armbanduhr soll Apples nächstes großes Ding werden. Doch die Entwicklung stockt. Jetzt braucht der Konzern erst mal neues Wissen von außen.

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          Es soll Apples nächstes großes Ding werden: eine Computer-Armbanduhr, die Daten vom iPhone anzeigt oder noch mehr. „iWatch“ soll das Gerät heißen, zumindest hat Apple in Japan schon mal die Marke angemeldet. Doch die Entwicklung stockt. Jetzt sucht der Konzern erst mal neue Entwickler, die das Produkt konstruieren können, meldet die „Financial Times“.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Meldung nährt weitere Zweifel daran, ob Apple nach dem Tod von Firmengründer Steve Jobs noch die Kraft zu großen Innovationen hat. Seit Jobs das Geschäft an den heutigen Chef Tim Cook übergeben hat, bringt Apple nur Weiterentwicklungen älterer Produkte auf den Markt. Am spektakulärsten war zuletzt ein neu designtes Betriebssystem für iPhone und iPad.

          Völlig neue Ideen, die die Welt revolutionieren könnten, kamen dagegen zuletzt eher von anderen Firmen, zum Beispiel von Google mit seiner Datenbrille „Glass“. Die Zweifel an Apple dagegen lassen sich an der Aktienkursentwicklung deutlich abschauen. Dieser hat sich seit seinem Höhepunkt im vergangenen September beinahe halbiert - während der Aktienmarkt insgesamt haussierte.

          Die neue Einstellungsrunde macht deutlich, dass sich Apple die Entwicklung einer solchen Armbanduhr selbst nicht zutraut. Das mag daran liegen, dass die altgedienten Entwickler an manchem Problem schon scheiterten. Modekompetenz beispielsweise hat sich Konzernchef Tim Cook bereits ins Haus geholt: Anfang Juli wurde bekannt, dass der Chef des Modelabels Yves Saint Laurent, Paul Deneve, zu Apple kommt.

          Klar ist nach der aktuellen Meldung sicherlich, dass Apple nun noch länger brauchen wird, um seine Uhr zu entwickeln. Die meisten Experten spekulieren auf einen Start im nächsten Jahr.

          Dass es schon Computer-Armbanduhren von anderen Firmen gibt, muss Apple allerdings nicht unbedingt stören: Seine Pionierrolle hat der Konzern nie erobert, indem er Produkte als erster auf den Markt brachte, sondern eher mit Bedienerfreundlichkeit und Perfektion. Ob das mit der „iWatch“ genauso ist, wird sich nun später als gedacht zeigen.

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