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Bentgate : Apple: iPhone 6 Plus verbiegt sich „selten“

  • Aktualisiert am

So sieht es heile aus: das neue iPhone 6 Plus Bild: AFP

Verbiegt sich das neue iPhone 6 Plus leicht? Käufer aus aller Welt beklagen das Problem in sozialen Netzwerken. Hersteller Apple beteuert, das Problem sei selten. Bislang habe es erst neun Beschwerden gegeben.

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          Apple hat Zweifel an der Stabilität seines neuen großen iPhone-Modells zurückgewiesen. Lediglich neun Kunden hätten sich bisher über verbogene Geräte des Modells iPhone 6 Plus beschwert, erklärte der Konzern am Donnerstag unter anderem dem TV-Sender CNBC und dem Technologieblog „Recode“. Die Gehäuse der Geräte seien aus festem Aluminium hergestellt und auf Belastungsfähigkeit getestet worden.

          Der bisher nicht sonderlich bekannte YouTube-Kanal „Unbox Therapy“ wurde seit Dienstag weltberühmt, nachdem sein Schöpfer Lewis Hilsenteger ein Video veröffentlichte, das zeigt, wie er ein iPhone 6 Plus mit bloßen Händen verbiegt.

          Das iPhone sei schon vor dem Kraftakt vor laufender Kamera leicht angebogen gewesen, räumte der „Unbox“-Macher später ein. Der Test dürfte auch nicht unbedingt wissenschaftlich fundiert sein. Dem Videoblogger könnte der viereinhalb Minuten lange Clip aber inzwischen nach den bekannten YouTube-Tarifen mit über 20 Millionen Klicks um die 100.000 Dollar an Werbeeinnahmen eingebracht haben.

          Während sich die „Bentgate“-Geschichte weltweit durch die klassischen Medien zieht, macht ihn das immer reicher. Im Internet tauchten Fotos von den bis zu 1000 Euro teuren Telefonen auf, die angeblich in Hosentaschen verbogen wurden. Laut Apple beschwerten sich bisher lediglich neun Nutzer über verbogene Geräte. Das Modell sei ausgiebig auf Belastungsfähigkeit getestet worden, erklärte der Konzern.

          Immerhin funktionierte das Display des verbogenen iPhones im Video weiterhin. Ebenso wie das Gerät, das ein Blogger vom YouTube-Kanal „RatedRR“ einem Video zufolge nach dem Sprung aus einem Flugzeug aus über zwei Kilometern Höhe fallen ließ. Es habe per GPS geortet werden können, das Display habe allerdings Risse bekommen - was man aber auch von Stürzen aus deutlich geringerer Höhe kennt. „RatedRR“ zerstörte insgesamt sechs iPhones. Das mit Flüssig-Stickstoff schockgefrostete Gerät zerbarst im Video unter dem Hammer in viele Splitter, ein weiteres wurde von einer Gewehrkugel durchbohrt.

          Nicht die einzige Panne

          Auch Konkurrenten sprangen auf den „Bentgate“-Zug auf. Apples Erzrivale Samsung betonte in einem Tweet, seine Smartphones hätten extra und nicht durch Zufall gekrümmte Bildschirme. Blackberry-Chef John Chen ermutigte bei der Vorstellung eines neuen Smartphones am Mittwoch die Anwesenden augenzwinkernd, auch sein Gerät einem Verbiege-Test zu unterwerfen. Allerdings ist unklar, ob Chen als letzter lachen wird: Schließlich verkaufte Apple schon am ersten Wochenende über 10 Millionen Geräte der neuen iPhones - und Blackberry 1,6 Millionen im gesamten vergangenen Geschäftsquartal.

          Auch die Süßigkeiten-Marke „KitKat“ sah in der Situation eine perfekte Überleitung zu ihrem üblichen Werbeslogan. „Wir verbiegen nicht, wir brechen“, hieß es in einem Tweet zum Foto eines durchgebrochenen Schokoriegels. „KitKat“ ist das Smartphone-Geschäft nicht ganz fremd: Die Marke fungierte bereits als Namensgeber für eine Version des rivalisierenden Google-Betriebssystems Android.

          Apple leistete sich unterdessen selber eine kapitale Panne: Eine Aktualisierung der iPhone-Software iOS, die eigentlich Fehlfunktionen beheben sollte, sorgte stattdessen für noch größere neue Probleme und musste am Mittwoch schnell zurückgezogen werden.

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