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Software-Startup gekauft : Apple will Reales und Digitales verbinden

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Mit Hilfe von Augmented Reality könnte sich in Zukunft so einiges auf dem Smartphone simulieren lassen - zum Beispiel, wie das neue Sofa im heimischen Wohnzimmer aussehen würde. Bild: dpa

Auf dem Smartphone ganz schnell simulieren, wie das neue Sofa im heimischen Wohnzimmer aussehen würde - das kann Software für die so genannte „Augmented Reality“. Dafür interessiert sich nun auch Apple. Und kauft ein Münchener Startup-Unternehmen.

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          Apple hat die deutsche Software-Firma Metaio gekauft, die sich darauf spezialisiert, Ansichten der realen Welt mit digitalen Informationen zu verbinden. Der Fachbegriff dafür lautet „Augmented Reality“. In den bisherigen Metaio-Anwendungen konnte ein Nutzer zum Beispiel auf dem Smartphone simulieren, wie Möbelstücke in seiner Wohnung aussehen würden.

          In einem Handelsregisterauszug vom 22. Mai, der der F.A.Z. vorliegt, taucht Apple als Metaio-Gesellschafter auf. Der iPhone-Konzern kommentierte die Geschehnisse mit seiner für Übernahmen üblichen Formulierung: „Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen.“

          Metaio aus München ist ein führender Anbieter bei der Augmented Reality. Dabei werden zum Beispiel zusätzliche Informationen zu Objekten auf dem Display eingeblendet, nachdem sie von der Kamera erfasst worden waren. Metaio setzte Projekte unter anderem für den Autobauer Ferrari und die Möbelkette Ikea um. Apple könnte die Software zum Beispiel in seinem Kartendienst nutzen - oder in der Zukunft für ganz neue tragbare Geräte.

          Touchscreens für die reale Welt

          Vor einem Jahr stellte Metaio auch die Idee vor, Touchscreen-Bedienung auf die reale Welt ausweiten. Dafür soll eine Spezialkamera die Wärme registrieren, die ein Finger auf einem Gegenstand hinterlässt. Bestimmte Software kann daraus verschiedene Aktionen ableiten.

          Auch Apples Rivalen arbeiten an Konzepten für Augmented Reality. So stellte Microsoft vor kurzem die Datenbrille Hololense vor, mit der für einen Nutzer virtuelle Objekte eingeblendet werden können, die mit der realen Umgebung interagieren. In Testbeispielen waren etwa virtuelle Kugeln zu sehen, die stehenblieben, wenn sie auf Hindernisse in der realen Umgebung stießen.

          Apple kaufte in den vergangenen eineinhalb Jahren 27 Unternehmen, wie Konzernchef Tim Cook jüngst sagte. Die Zukäufe werden oft so lange es geht geheim gehalten. Einige der Firmen verschwinden vom Markt und ihre Produkte werden in Apple-Dienste integriert. Andere wie der Kopfhörer-Anbieter Beats bleiben mit der eigenen Marke präsent. Bei Metaio heißt es auf der Website, dass kein neues Geschäft mehr angenommen werde und bisher erworbene Software-Produkte noch bis zum 15. Dezember heruntergeladen werden könnten.

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