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iPhone 7 erfolgreich : Apple kehrt auf Wachstumskurs zurück

Die Firma mit dem Apfel profitiert vor allem dank des Dienstleistungssegments. Bild: AP

Der Elektronikkonzern übertrifft die Erwartungen – und seine iPhones verkaufen sich wieder etwas besser. Am besten schneidet aber eine ganz andere Sparte ab.

          Der amerikanische Elektronikkonzern Apple hat seine jüngste Serie an Umsatzrückgängen beendet und ist wieder auf Wachstumskurs. Das Unternehmen meldete am Dienstag nach Börsenschluss etwas besser als erwartete Quartalszahlen, und der Aktienkurs legte im nachbörslichen Handel zeitweise um 2 Prozent zu. Vorstandsvorsitzender Tim Cook sprach in einer Telefonkonferenz von einem „herausragenden Quartal“. Apple profitierte von gestiegenen Absatzzahlen für sein iPhone-Handy und verkaufte diesmal 78,3 Millionen Exemplare.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Das war ein Rekord und 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Cook sagte, das Geschäft mit den jüngsten Modellen iPhone 7 und iPhone 7 Plus habe die Erwartungen des Unternehmens übertroffen. Beim größeren Modell iPhone 7 Plus sei Apple über das gesamte Quartal hinweg nicht mit der Belieferung nachgekommen. Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Produkt von Apple, es stand im jüngsten Quartal für 69 Prozent des gesamten Umsatzes. Vor dem jüngsten Berichtszeitraum musste Apple drei Quartale in Folge mit rückläufigen Verkaufszahlen für das iPhone hinnehmen.

          Tabletgeschäft weiter auf Schrumpfkurs

          Am besten schnitt aber im abgelaufenen Quartal einmal mehr das Dienstleistungssegment ab, zu dem die Musikplattform Apple Music, der Bezahldienst Apple Pay sowie der App Store gehören, in dem Programme für Geräte wie das iPhone verkauft werden. Der Umsatz dieser Sparte erhöhte sich um 13 Prozent auf fast 7,2 Milliarden Dollar. Dienstleistungen waren damit gemessen am Umsatz die drittwichtigste Sparte und lagen nur noch knapp hinter den Macintosh-Computern, die diesmal etwas mehr als 7,2 Milliarden Dollar einbrachten. Cook sagte, das Dienstleistungsgeschäft werde im laufenden Geschäftsjahr so groß werden, dass es als separate Einheit zu den einhundert umsatzstärksten amerikanischen Unternehmen gehören würde.

          Weiter auf Schrumpfkurs ist dagegen das Geschäft mit dem Tabletcomputer iPad, von dem Apple 19 Prozent weniger Einheiten absetzte als im Vorjahr. Die vor zwei Jahren herausgekommene Computeruhr Apple Watch hat sich zwar nach Cooks Worten so gut verkauft wie noch nie seit ihrer Einführung, allerdings fällt sie im Gesamtkonzern noch immer nicht allzu stark ins Gewicht. Apple weist dafür zwar keine separaten Zahlen aus und fasst sie in einer Kategorie mit anderen Geräten wie dem Fernsehempfänger Apple TV oder dem Musikspieler iPod zusammen.

          Der kombinierte Umsatz dieser Produkte sank aber um 8 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar. Abermals ein Schwachpunkt war im jüngsten Quartal das Geschäft in China. Das Land war bis vor kurzem noch ein Wachstumsmotor für Apple, diesmal fielen die Umsätze um 12 Prozent. China war die einzige Region für den Konzern, in der die Umsätze schrumpften.

          APPLE

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          Bestand an Bargeld bei über 246 Milliarden Dollar

          Insgesamt baute Apple seinen Umsatz um 3 Prozent auf 78,4 Milliarden Dollar aus. Der Nettogewinn fiel dagegen wegen höherer Kosten um 3 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie von 3,36 Dollar war um 15 Cent besser als erwartet.

          Apples Bestand an Bargeld wächst derweil weiter an und lag zum Quartalsende bei mehr als 246 Milliarden Dollar. Davon befanden sich 230 Milliarden Dollar bei ausländischen Tochtergesellschaften. Eine Rückführung dieses Geldes in die Vereinigten Staaten würde eine hohe Besteuerung mit sich bringen. Der neue amerikanische Präsident Donald Trump hat allerdings in Aussicht gestellt, das Zurückbringen von Auslandsgewinnen steuerlich attraktiver zu machen. Cook sagte, er sei optimistisch, dass es noch in diesem Jahr eine Steuerreform geben werde, und eine Änderung der Besteuerung zurückgeführter Gewinne scheine von Vertretern beider Parteien gutgeheißen zu werden.

          Cook hielt sich allerdings bedeckt bei der Frage, ob er den zusätzlichen finanziellen Spielraum nach einer möglichen Rückführung von Auslandsgewinnen zu Akquisitionen nutzen wurde. Er sagte lediglich, Apple habe zuletzt 15 bis 20 Unternehmen im Jahr gekauft und schrecke auch nicht vor größeren Übernahmen als bisher zurück. „Wir sehen uns Unternehmen in allen Größenordnungen an.“ Jenseits der Steuerfrage spielten politische Themen wie der jüngst von Trump verhängte und von vielen Technologieunternehmen kritisierte Einreisestopp in der Telefonkonferenz keine größere Rolle.

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