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Apple : Der App Store wird teurer

  • Aktualisiert am

Apple erhöht die Preise im App Store. Bild: dpa

Apple ändert die Preise in seinem App Store in Europa. Das liegt am schwachen Euro, aber vor allem an neuen Steuerregeln.

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          Wer sich künftig bei Apple eine App herunterladen will, muss mehr zahlen als bislang: Das Unternehmen erhöht die Preise im App Store für die EU, Kanada und Norwegen, wie es gegenüber der F.A.Z. bestätigt hat. Kunden werden von Apple nicht separat informiert.

          Apple rundet alle Beträge auf Summen von 99 Cent hinter dem Komma auf. So werden etwa aus 0,89 Euro nun 0,99 Euro, aus 1,79 Euro werden 1,99 Euro und aus 14,49 Euro werden 15,99 Euro, wie aus einer Übersicht des Bloggers Florian Schimanke hervorgeht. Die Preise steigen damit nicht um einen einheitlichen Prozentsatz, in höheren Preiskategorien fällt die Erhöhung teils deutlich stärker aus als in geringeren Preisklassen. Die App-Entwickler müssen die Preiserhöhung allerdings nicht mitmachen. Sie können für ihre App auch eine niedrigere Preiskategorie wählen.

          Apple begründet den Schritt mit neuen Mehrwertsteuerregelungen innerhalb der EU und den Wechselkursen. Seit dem 1. Januar 2015 fällt die Mehrwertsteuer auf digitale Produkte in dem Land an, in dem der Kunde sie abruft. Bisher galt der Steuersatz des Landes, in dem der Anbieter (also Apple) seinen Sitz hat – in diesem Fall in Luxemburg.

          Ob auch andere Anbieter digitaler Dienste mit einer Preiserhöhung nachziehen, steht unterdessen noch nicht fest. Amazon, der größte Online-Händler der Welt, antwortete ausweichend auf die Frage, ob europäische Kunden demnächst höhere Preise für digitale Güter bezahlen müssen. „Bei der Preisgestaltung digitaler Produkte spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir arbeiten weiter daran, die Preise für unsere Kunden niedrig zu halten“, teilte ein Amazon-Sprecher lediglich mit. Der Suchmaschinenkonzern Google, das mit „Play“ einen eigenen virtuellen Laden für Anwendungen betreibt, verwies darauf, dass er als Plattformbetreiber selbst keine Preise festlege. Die Preisgestaltung liege in der Hand der Appentwickler, die folglich auch über mögliche Erhöhungen entscheiden.

          Apple will dagegen auch in Russland seine Preise anpassen. Wie diese genau aussehen, darüber machte Apple keine Angaben. In Russland hatte Apple Ende Dezember wegen des schwachen Rubel seinen Online-Shop für Kunden aus Russland geschlossen. Wenige Wochen zuvor hatte der Konzern den Preis für das iPhone 6 um 25 Prozent erhöht. Der Euro war zuletzt auf ein Neun-Jahres-Tief im Vergleich zum Dollar gefallen.

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