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Konkurrenz für Alexa : Apple entwickelt Chip für Künstliche Intelligenz

  • Aktualisiert am

Im Apple-Laden in Sydney. Bild: Reuters

Siri ist nicht so schlau wie Googles Assistent oder Amazons Alexa. Daran will Apple etwas ändern. Ein neuer Chip soll helfen.

          2 Min.

          Apple entwickelt offenbar einen eigenen Chip für künstliche Intelligenz. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, der Prozessor solle „Apple Nerven-Motor“ (Apple Neural Engine) heißen und Aufgaben übernehmen, für die anstelle des Handys bisher menschliche Intelligenz nötig ist.

          Apple hat in Sachen künstlicher Intelligenz einiges aufzuholen. Siri, der Sprachassistent auf iPhone und iPad, wurde zwar im Jahr 2011 noch relativ früh eingeführt. Seitdem aber ist Apple zurückgefallen. Die meisten Experten bescheinigen Siri schlechtere Leistungen als anderen künstlich intelligenten Assistenten, zum Beispiel denen von Amazon (Alexa), Microsoft (Cortana) oder von Google („Google Assistant“). Amazon und Google haben eigene Produkte, die sie mit künstlicher Intelligenz ausstatten. Schon im vergangenen Jahr hatte Google einen eigenen Chip angekündigt, der bisher aber nur in den Rechenzentren von Google eingesetzt wird, nicht auf Handys.

          Wie sehr Google auf Künstliche Intelligenz setzt, wurde auch bei der Entwicklerkonferenz „I/O“ Mitte Mai deutlich. Zwar spricht Google inzwischen lieber von „maschinellem Lernen“, trotzdem wurde deutlich, wie sehr Google die Technik in fast allen Produkten mitdenkt.

          Weniger Nutzer – mehr Geheimniskrämerei

          Dass Apple nach seinem frühen Start in die Künstliche Intelligenz nicht besser vorangekommen ist, dafür werden unterschiedliche Gründe genannt.

          Einer davon: Apple macht um seine Produkte mehr Geheimnisse als andere Hersteller. Deshalb tritt Apple in der Fachdiskussion um Künstliche Intelligenz seltener auf und hat es schwerer, gute Entwickler für sich zu begeistern.

          Ein anderer Grund: Google hat über seine Suchmaschine und zwei Milliarden Nutzer von Android-Handys deutlich mehr Anfragen als Apple, aus denen Google mehr über den Dialog mit Menschen lernen kann.

          Nvidia und Qualcomm mischen auch mit

          Doch in der Künstlichen Intelligenz geht es nicht nur um den Dialog mit Menschen, sondern auch um andere Aufgaben wie Fotoanalyse, Gesichtserkennung und selbstfahrende Autos. Um die Hardware konkurriert Apple nicht nur mit Google, sondern auch mit dem Chiphersteller Nvidia, der aus der Herstellung von Grafikprozessoren für Computer kommt, und Qualcomm, die schon seit Jahren erfolgreiche Handychips bauen.

          Apple wiederum entwickelt mehr und mehr eigene Prozessoren, auch der Hauptprozessor für iPhone und iPad wird seit 2010 bei Apple direkt entwickelt.

          Laut dem Bloomberg-Bericht soll der neue Chip am Ende auch in iPhones und iPads einige der Aufgaben übernehmen, für die Künstliche Intelligenz nötig ist – zum Beispiel eben Gesichts- und Spracherkennung. Wenn die Hauptprozessoren von dieser Arbeit entlastet werden, soll das auch Strom sparen und die Batterielaufzeit verlängern.

          Apple wollte gegenüber Bloomberg keine Stellung nehmen. Details über Apples Fortschritte in Künstlicher Intelligenz könnten im Juni bei der Entwickler-Konferenz des Konzerns vorgestellt werden.

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