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17 Milliarden Dollar : Apple legt die nächste Riesenanleihe auf

  • Aktualisiert am

Kommt schon alsbald die nächste Apfel-Anleihe? Bild: REUTERS

Nach iPhone und iPad kommt der zweite iBond: Apple will angeblich einen weiteren Milliardenkredit aufnehmen. Obwohl die Kasse prall gefüllt ist. Wieso eigentlich?

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          Apple ist eine regelrechte Geldmaschine. Gerade erst, in den ersten drei Monaten dieses Jahres, hat das Unternehmen 10 Milliarden Dollar verdient. Die internetfähigen Mobiltelefone verkaufen sich weiter blendend. Die Konzernkasse ist prall gefüllt: 150 Milliarden Dollar liegen darin - Geld, mit dem sich Apple nahezu alles leisten kann, was es will.

          Wieso leiht sich so ein Unternehmen trotzdem Geld? Die Frage stellt sich, da der kalifornische Technik-Konzern offenbar schon den nächsten Riesenkredit vorbereitet. Wieder will er sich angeblich rund 17 Milliarden Dollar borgen. Das legen Äußerungen des neuen Finanzchefs Luca Maestri nahe, der infolge der gerade bekannt gemachten Geschäftszahlen sagte, Apple werde „ähnlich viel Kredit aufnehmen wie im vergangenen Jahr“. Damals gab der Konzern Schuldtitel im Volumen von insgesamt 17 Milliarden Dollar aus - die bis dato größte Anleihe-Emission eines Unternehmens in der Geschichte.

          Ein Grund für die abermalige Kreditaufnahme hängt offensichtlich mit einer anderen gravierenden Ankündigung des Unternehmens zusammen: Apple will eigene Aktien nicht nur für 60 Milliarden Dollar zurückkaufen, sondern nun für 90 Milliarden Dollar. Das Geld dafür muss natürlich irgendwoher kommen.

          Seine volle Kasse will der Konzern dafür aber wohl nicht anzapfen, obwohl es diese Summer daraus entnehmen könnte. Ausschlaggebend sind steuerliche Gründen. Denn Apples Geld liegt auf der ganzen Welt verteilt, beinahe 90 Prozent der 150 Milliarden sollen sich außerhalb der Vereinigten Staaten befinden, berichtet die “Financial Times“ - und genau das ist der Punkt: Würde das Unternehmen das Geld zurückholen, müsste es in nicht unerheblichem Umfang Steuern zahlen. Daraus ergibt sich ein Anreiz, darauf zu verzichten und sich stattdessen das benötigte Geld zu leihen.

          Außerdem erschließt das Unternehmen mit seinen Anleihen eine neue Investorengruppe. Pensionsfonds beispielsweise suchen grundsätzlich nach langfristigen, rentierlichen Anlagen, hinter denen zugleich eine hohe Kreditwürdigkeit steht und die - im Gegensatz zu Aktien - nicht so starken Kursschwankungen unterliegen. Das letzte Mal griffen sie beherzt zu - angeblich waren die Investoren bereit, dem Konzern sogar 50 Milliarden Dollar auf einen Schlag zu leihen.

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