https://www.faz.net/-gqe-8i5oc

Entwicklerkonferenz WWDC : Und Siri, was gibt’s Neues von Apple?

  • Aktualisiert am

Apple verkauft erstmals weniger iPhones. Welche Neuigkeiten hat Konzernchef Cook wohl im Gepäck? Bild: AP

Apple verkauft weniger iPhones, die Konkurrenz setzt auf künstliche Intelligenz. Da ist die Spannung in der Internetgemeinde umso größer auf das, was Tim Cook heute Abend vorstellen wird.

          Der Technologiekonzern Apple wird an diesem Montag neue Funktionen für seine iPhones und Mac-Computer vorstellen, denn die Entwicklerkonferenz WWDC beginnt und dort stehen traditionell die kommenden Versionen der Software für Apple-Geräte im Fokus. Zu hören ist im Vorfeld, dass zum Beispiel die Sprach-Assistentin Siri verbessert wird und die Musik-App für das iPhone eine neue Bedienung bekommt.

          Für Apple-Chef Tim Cook und sein Team wird es mit dem traditionellen Eröffnungs-Event (ab 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit) in diesem Jahr allerdings wohl schwieriger, Nutzer und App-Entwickler zu beeindrucken. Die Internet-Unternehmen Google und Facebook hatten in den vergangenen Monaten während ihrer eigenen Entwicklerkonferenzen einen Schwerpunkt auf das Thema künstliche Intelligenz gesetzt und damit die Planke für Apple höher gelegt: So demonstrierte Google die Vision, wie seine Dienste unter anderem über vernetzte Lautsprecher, mit denen man sich unterhalten kann, den Alltag durchdringen sollen. Der Online-Händler Amazon verfolgt bereits ein ähnliches Konzept mit seinem Lautsprecher Echo.

          Die Dienste werden immer wichtiger

          Auf der Apple-Konferenz soll nun Medienberichten zufolge eine neue, deutlich verbesserte Version der Siri-Sprachsteuerung im Mittelpunkt stehen - auch als Antwort an Google, Facebook und Amazon. So berichtete die Website „The Information“, der Zugriff auf Siri solle für alle App-Entwickler geöffnet werden; das wäre ein wichtiger Schritt, um die Verwendung des Sprachassistenten im Alltag zu etablieren und ihn zu verbessern. Außerdem werde Siri schließlich auch im Mac einziehen, berichtete das gewöhnlich sehr gut informierte Blog „9to5Mac“.

          Der vor rund einem Jahr gestartete Streaming-Musikdienst Apple Music soll offenbar generalüberholt werden. Apple kommt nach jüngsten Zahlen aus dem Frühjahr auf rund 13 Millionen zahlende Abo-Kunden und wurde damit schnell zur klaren Nummer zwei in dem Geschäft. Marktführer Spotify liegt allerdings mit mehr als 30 Millionen Abonnenten immer noch klar vorne, und von Apple konnte angesichts der Zahl von 800 Millionen Nutzern seiner Geräte und Dienste ein noch schnelleres Wachstum erwartet werden (zumal es Apple Music auch für Android-Geräte gibt). Nun soll den Informationen zufolge unter anderem die Bedienung der App verbessert werden, die einige Nutzer zu komplex und unlogisch fanden.

          Solche Dienste werden als Geldquelle immer wichtiger für Apple. Der Konzern verdient zwar sein Geld wesentlich mit Hardware, also mit iPhones, iPads, der Apple Watch und dem Mac - und das wird auch so bleiben. Aber der Smartphone-Markt kühlt ab, die iPhone-Verkäufe sind zuletzt erstmals seit dem Start 2007 gesunken. Professionelle Marktbeobachter glauben, dass sich diese Tendenz auch in diesem Jahr fortsetzen dürfte. Die Anleger an der Börse wiederum wollen entsprechend Fortschritte im Service-Geschäft sehen.

          Der Bezahldienst Apple Pay soll nach Informationen des Technologieblogs „Recode“ für Geschäfte im Web freigegeben werden, und zuletzt wurde auch spekuliert, dass es dieses Angebot demnächst auch in der Schweiz gibt. „9to5Mac“-Reporter Mark Gurman, der in den vergangenen Jahren frühzeitig über zahlreiche Apple-Neuerungen berichtete, will auch erfahren haben, dass der Konzern an Zahlungen zwischen Nutzern in seinem SMS-Ersatz iMessage arbeite. Die Seite „MacDailyNews“ schrieb zudem, Apple wolle iMessage auch auf Android-Geräten verfügbar machen. Bisher läuft der Dienst nur auf Apple-Geräten.

          Weitere Themen

          EU-Autohersteller unter Druck Video-Seite öffnen

          Sicherheitsrisiko in Amerika? : EU-Autohersteller unter Druck

          Hintergrund ist die Einsstufung dieser Autos als Sicherheitsrisiko in Amerika. Donald Trump will unter anderem deutsche Autos offenbar als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen, um so Zölle zu rechtfertigen.

          Topmeldungen

          IS-Kämpfer im irakischen Mosul (Archivbild aus dem Juni 2014)

          Die Rücknahme von IS-Kämpfern : Zurück zum Rechtsstaat

          Im Umgang mit IS-Kämpfern kann Deutschland ein Zeichen setzen. Nicht als Vaterland von Verrätern, sondern als Verfechter der Werte der freien Welt. Dazu zählt die Unschuldsvermutung – aber auch, dass jede Tat verfolgt und angemessen bestraft werden muss. Ein Kommentar.

          Framing-Manual der ARD : Es ist Irrsinn, aber es hat System

          Wer keinen Rundfunkbeitrag zahlt, ist „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ und missachtet den „allgemeinen Willen des Volkes“: Warum die ARD jetzt semantische Gehirnwäsche übt.

          Russland und Europa : Pipeline-Grüße aus München

          Nach ihrem Auftritt auf der Sicherheitskonferenz feiert die russische Staatspresse Angela Merkel. Sie widersetze sich „illegalen“ Versuchen der Amerikaner, das Gaspipelineprojekt Nord Stream 2 noch zu verhindern, heißt es in Moskau.
          Ein Demonstrant mit einer überlebensgroßen Maske von Facebook-Chef Mark Zuckerberg protestiert im November 2018 in London

          Datenskandal : Britisches Parlament wütet gegen Facebook

          Britische Abgeordnete sehen in Facebook und anderen sozialen Medien eine Gefahr für die Demokratie. Sie attackieren Mark Zuckerberg persönlich – und fordern ein unabhängiges Aufsichtsorgan.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.