https://www.faz.net/-gqe-8yiri

Anschlag von London : Facebook will „feindselige Umgebung“ für Terroristen sein

  • Aktualisiert am

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Auch sein Unternehmen nahm May in die Pflicht. Bild: AFP

Extremismus finde im Internet eine sichere Brutstätte, hat Theresa May gesagt und auch gleich die Internet-Unternehmen in die Pflicht genommen. Jetzt reagiert Facebook.

          Facebook hat nach der jüngsten Terrorattacke von London versichert, das weltgrößte Online-Netzwerk wolle eine „feindselige Umgebung“ für Terroristen sein. „Mit einer Mischung aus Technologie und Aufsicht durch Menschen arbeiten wir aggressiv daran, terroristische Inhalte von unserer Plattform zu entfernen, sobald wir von ihnen erfahren“, erklärte Facebooks Politik-Chef Simon Milner.

          Die britische Premierministerin Theresa May erklärte nach dem Attentat auf der London Bridge, Extremismus finde im Internet eine sichere Brutstätte - und die großen Internetunternehmen ließen dies zu. Firmennamen nannte sie nicht. May forderte eine Zusammenarbeit demokratischer Regierungen für „internationale Verträge, die den Cyberspace regulieren, um die Ausbreitung von Extremismus und terroristische Planung zu verhindern“.

          Verschlüsselung ein Dorn im Auge

          Aus der Politik wird schon seit langem ein härteres Vorgehen gegen Terrorpropaganda im Netz gefordert. Die Internet-Unternehmen verstärkten in den vergangenen Jahren ihre Anstrengungen. So verweist Twitter auf mehrere hunderttausend gelöschte Extremisten-Profile. Doch ein Kritikpunkt bleibt unter anderem, dass die Plattformen weitgehend auf Hinweise auf rechtswidrige Inhalte angewiesen bleiben.

          Ein Dorn im Auge ist Sicherheitsbehörden auch die Verschlüsselung in Kommunikationsdiensten wie Facebooks WhatsApp. Als besonderes Problem wird die aus Russland stammende App Telegram gesehen, der vorgeworfen wird, weniger gegen die Ausbreitung extremistischer Inhalte zu unternehmen als die großen Internetkonzerne.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Lencke Steiner, Spitzenkandidatin der Bremer FDP für die Bremer Bürgschaftswahl, könnte einem Jamaika-Bündnis im Wege stehen.

          FDP in Bremen : Im Reich des Tschakka

          Die aus dem Fernsehen bekannte Spitzenkandidatin der Bremer FDP, Lencke Steiner, gilt als Marketingtalent, aber auch als Hindernis für eine Jamaika-Koalition – beides steht in einem Zusammenhang.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.