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Allianz gegen Apple : Microsoft soll an Adobe interessiert sein

  • Aktualisiert am

Microsoft-Chef Steve Ballmer Bild: dpa

Das mögliches Interesse von Microsoft lässt Adobes Aktienkurs steigen. Die Chefs der beiden Softwarekonzerne haben sich getroffen und sollen eine Allianz gegen Apple erwägen, um deren Vorherrschaft auf dem Handymarkt anzugreifen.

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          Ein mögliches Interesse von Microsoft am Software-Konzern Adobe hat den Kurs der Aktie am Donnerstag nach oben getrieben. Der „Bits“-Blog der „New York Times“ hatte berichtet, dass Microsoft-Chef Steve Ballmer sich kürzlich mit Adobe-Chef Shantanu Narayen getroffen hatte. Sie sollen über Apples Stellung im Smartphone-Markt gesprochen haben und wie Microsoft und Adobe gemeinsam dagegen angehen könnten. Dabei sei auch über eine mögliche Übernahme gesprochen worden, hieß es. Microsoft wollte dies nicht kommentieren, auch Adobe sagte zum Inhalt des Gesprächs nichts. Der Kurs der Adobe-Aktie stieg bis zum Ende des Handels um fast zwölf Prozent auf 28,69 Dollar. Der Handel wurde sogar kurzzeitig ausgesetzt, als der Kurs 30 Dollar erreichte. Der Marktwert von Adobe erreichte damit 15 Milliarden Dollar.

          Eine Adobe-Sprecherin bestätigte der „New York Times“, dass es ein Treffen von Microsoft-Chef Steve Ballmer und des Adobe-Vorstandsvorsitzenden Shantanu Narayen gegeben habe. Die „Financial Times“ berichtet, dass es ein reguläres Treffen war, bei dem über Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gesprochen wird. Allerdings soll es zwischen Microsoft und Adobe zu keinen konkreten Verhandlungen gekommen sein.

          Adobe und Microsoft haben den gleichen Gegner

          Adobe entwickelt Anwendungen für Design-Prozesse aller Art, darunter das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, die PDF-Software Acrobat und die Multimedia-Plattform Flash. Microsoft und Adobe konkurrieren in mehreren Bereichen miteinander. Allerdings haben beide Unternehmen auch einen gemeinsamen Gegner-Apple. Microsoft hat ein Problem mit der Stärke des iPhones auf dem Smartphone-Markt, auf dem der Windows-Riese auf etwa fünf Prozent zurückgefallen ist. Das Verhältnis zwischen Apple und Adobe ist gespannt, weil die Mac-Company auf ihren mobilen Geräten kein Flash unterstützt.

          Adobe hatte zuletzt einen Kurssturz erlebt, nachdem das Unternehmen den Markt mit dem Ausblick für das laufende Quartal enttäuscht hatte. Nach der Prognose Mitte September brach die Aktie zeitweise um ein Fünftel ein. In dem am 3. September abgeschlossenen dritten Quartal des Adobe-Finanzjahrs stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 990,32 Millionen Dollar. Der Microsoft-Umsatz erreichte im vierten Quartal des Ende Juni beendeten Geschäftsjahrs 16,0 Milliarden Dollar (plus 22 Prozent).

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