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Online-Handel in China : Alibaba und die drei Milliardäre

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Robin Li von Baidu (links), Wang Jianlin von Wanda und Pony Ma von Tencent wollen mit Alibaba konkurrieren. Bild: AP

Wettstreit der Superreichen: Jack Ma führt den Handelsriesen Alibaba demnächst an die Börse. Drei andere chinesische Milliardäre wollen Konkurrenz aufbauen.

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          Der chinesische Handelsriese Alibaba kommt in Kürze in New York an die Börse. Mit einem Volumen von 20 Milliarden Dollar könnte das der größte Börsengang überhaupt werden. In der Volksrepublik ist das Unternehmen längst etabliert, sein Gründer Jack Ma ein Nationalheld - und auf dem Weg, sein Milliardenvermögen so stark zu vergrößern, dass er wohl bald auch der reichste Sohn seines Landes sein wird. Das Geschäftsvolumen, dass über die Seiten des Unternehmens abgewickelt wird, beträgt 240 Milliarden Dollar im Jahr.

          Drei andere Milliardäre, weniger vermögend als Ma, fordern sein Firmenreich nun heraus. Sie kommen aus der chinesischen Immobilien- und Internetbranche, ganz konkret heißen sie Dalian Wanda (Chinas größter Immobilienentwickler), Tencent und der Suchmaschinen-Betreiber Baidu: Sie wollen mit einem Kapital von fünf Milliarden Yuan (rund 617 Millionen Euro) eine Internet-Handelsplattform aufbauen. Wanda wird 70 Prozent an daran halten, die anderen beiden Partner jeweils 15 Prozent, teilte Wanda mit.

          In dieser Partnerschaft kommt der Optimismus zum Ausdruck, dass in dem am schnellsten wachsenden E-Commerce-Markt der Welt Wettbewerb möglich bleibt. Der Online-Einzelhandelsmarkt in China wird sich in den Jahren 2011 bis 2015 auf umgerechnet fast 400 Milliarden Dollar vervielfacht haben, schätzt die Unternehmensberatung McKinsey; in China ist die Zahl der Internetnutzer höher als die Gesamtbevölkerung jedes anderen Landes außer Indien.

          „Es wird sehr interessant sein, dabei zuzuschauen: drei der reichsten Personen reichen sich die Hände um einen anderen, größeren Milliardär herauszufordern”, sagte Cao Lei, Direktor des privaten China E-Commerce Research Center in Hangzhou. Die neue Gesellschaft wird seiner Ansicht nach nicht sofort ein Konkurrent für Alibaba sein. „Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.”

          Wang Jianlin von Wanda, Robin Li von Baidu und Ma Huateng von Tencent kamen Ende der Woche alle nach Schenzhen, um die Partnerschaft bekannt zu geben. Nach dem Milliardärs-Index des Finanzdatenanbieters Bloomberg ist Ma Huateng der zweitreichste Chinese, Li der drittreichste und Wang die Nummer vier.

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