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Die Zukunft des Internets : Mozilla und Co. wollen es besser machen als die Großen

Der Firefox will sich nicht geschlagen geben. Bild: Dmitri Broido

Gegen Google und Facebook haben kleine Dienste wie Mozilla eigentlich keine Chance. Trotzdem könnten nun goldene Zeiten für sie anbrechen.

          5 Min.

          In diesen Tagen wirbt die Mozilla-Stiftung auf Twitter mit einem „8-Tage-Daten-Detox“. Der Anlass war der Datendiebstahl bei Prominenten und Politikern, die Motivation dahinter ist schon viel älter. In etwas mehr als einer Woche sollen Internetnutzer mit einer Anleitung mehr Kontrolle über die von ihnen geteilten Daten erlangen – und im besten Fall vielleicht in Zukunft sogar etwas mehr Kontrolle darüber behalten. „Wer bist Du online für andere?“ ist eine der Fragen, die im „Data Detox“ gestellt werden, den Mozilla gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation „Tactical Technology Collective“ entwickelt hat. „Wie gut kennt Dich Google?“ oder eben Facebook, mit wem spricht das Handy, und wer trackt einen eigentlich, wenn man online einkauft? Solche Fragen werden in kurzen Tagesrationen beantwortet.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Mozilla-Stiftung, die vor allem für ihren Browser Firefox bekannt ist, kämpft nicht erst seit gestern für ein besseres Internet, in dem Nutzer mehr Kontrolle über ihre Daten erlangen. Doch gerade bekommen sie vielleicht mehr Rückenwind als je zuvor – in einer Zeit, in der Facebook unter bislang ungekanntem Druck steht und auch der Vorstandsvorsitzende von Google sich vor Politikern dafür rechtfertigen muss, warum sein Unternehmen so neugierig ist. Auch den Nutzern fällt auf, wenn Facebook und Google plötzlich an Bushaltestellen großflächig dafür werben, wie man die Datenschutzeinstellungen überprüft oder wie man den Zugriff beschränken kann.

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