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DLD-Diskussion : Wie motiviert man junge Deutsche zum Gründen?

Das Panel: Patrick Bernau (F.A.S.), Catharina van Delden (Gründerin Innosabi), Helmut Schönenberger (UnternehmerTUM, TU München) und Paddy Cosgrave (Gründer Web Summit). Bild: Bastian Benrath

Gründen steht bei jungen Menschen in Deutschland nicht hoch im Kurs. Eine Gründerin und ein Wagniskapitalgeber diskutieren auf der Tech-Konferenz DLD, wie man das ändern kann.

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          Mehr als 50 Prozent der deutschen Studenten wollen Beamte werden. Anders als in Amerika ist den jungen Deutschen ein sicherer Arbeitsplatz wichtiger, als ihre eigenen Ideen zu verwirklichen – und etwa ein eigenes Unternehmen zu gründen. Wie kann es Deutschland schaffen, mehr junge Menschen für das Unternehmertum zu begeistern?

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Helmut Schönenberger hat da eine ziemlich klare Meinung: „Als Freunde und Familienmitglieder sollten wir zu Unternehmertum raten“, sagt der Dozent an der TU München. „Es ist unsere Aufgabe, die nächste Generation von Unternehmern zu unterstützen.“ Die TU hat ein eigenes Zentrum, an dem sie Gründer schult. Schönenberger leitet die UnternehmerTUM Venture Capital Partners, eine an die TU angeschlossene Wagniskapitalgesellschaft, die dort ausgebildete Gründer unterstützt.

          „Ein Prozent Inspiration, 99 Prozent Schweiß“

          Schönenberger diskutierte auf der Tech-Konferenz DLD in München mit Catharina van Delden, Gründerin des Innovationsmanagement-Start-ups Innosabi. Van Delden hat ihre Firma aus der TU München heraus gegründet als sie 23 Jahre alt war.

          Sie findet, der Wert von Ideen für Gründungen werde zu hoch gehängt. „Jedes erfolgreiche Start-up startet mit einer guten Idee, aber dann geht es vor allem um konstantes Lernen“, sagt sie. „Es ist ein Prozent Inspiration und dann 99 Prozent Schweiß.“ Ein erfolgreicher Unternehmer werde, wer es schaffe, diesen Prozess erfolgreich zu managen.

          Schönenberger ist überzeugt, dass nichts junge Menschen mehr dazu inspiriert, zu Gründern zu werden, als andere junge Menschen ihre eigene Firma gründen zu sehen. „Wichtig ist, dass diese Menschen zusammenkommen und ihre Inspiration teilen.“ Ein solches Ökosystem der gegenseitigen Inspiration zu schaffen, sei ihr Ziel an der TU München.

          Gründer mit bahnbrechendem Erfolg seien für die Motivation neuer Gründer hingegen gar nicht so entscheidend, sagt Schönenberger. „Am meisten inspirieren nicht die Einhorn-Gründer, sondern die, die einfach ein paar Jahre später wiederkommen und sagen: „Hey, ich habe jetzt meine Firma mit vielleicht 20 Angestellten, es hat geklappt.“

          Dem stimmt auch van Delden zu: „Es sind die kleinen Dinge, die dich motivieren“, sagt sie. Und zu diesen kleinen Dingen könnte auch jeder beitragen, dem das Unternehmertum in Deutschland am Herzen liege – etwa, indem man Feedback zu einer Präsentation eines jungen Gründers gebe oder Produkte von Start-ups kaufe.

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