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In sieben Jahren : Bayern will eine Rakete ins All schicken

Diese Rakete wird noch von der Nasa in die Luft geschickt. Bild: AFP

Für sein Raumfahrtprogramm hat Bayerns Ministerpräsident viel Spott bekommen. Doch jetzt soll tatsächlich eine Rakete entstehen.

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          Das bayerische Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ hat ein reales Projekt: In sieben Jahren soll ein Satellit ins Weltall geschossen werden.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dabei hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder einiges an Spott geerntet, als er im Oktober sein Raumfahrtprogramm vorstellte – ungefähr so viel wie seine Parteikollegin Dorothee Bär, die Staatsministerin für Digitales, als sie lieber über die Idee von Flugtaxis sprach als über schnelle Internetverbindungen in Deutschland. Niemand konnte sich vorstellen, dass das Deutschlands größtes Problem sein könnte – oder dass Deutschland dafür gerüstet wäre. Deutschlands Internetverbindungen sind bis heute nicht viel besser, es gibt wenig Hoffnung auf schnellen Fortschritt. Doch am Samstag, kurz nachdem Söder zum CSU-Chef gewählt worden war, wurde anderswo in München ein Projekt von „Bavaria One“ vorgestellt: ein Satellitenstart.

          Herausforderer für Elon Musk?

          Auf der Digitalkonferenz DLD wurde angekündigt: Ein Astrophysik-Programm der Ludwig-Maximilians-Universität München, das die Entstehung der Welt untersucht, will in sieben Jahren einen eigenen Forschungssatelliten ins Weltall schicken. Dass deutsche Forschungsorganisationen oder Unternehmen Satelliten ins All schicken, das kommt häufiger vor – auch dass diese Satelliten in Deutschland gebaut werden.

          Dieses Mal soll aber auch die Rakete von einem bayerischen Raumfahrtunternehmen stammen. „Isar Aerospace“ heißt das Start-Up von ehemaligen Studenten der Technischen Universität, das in drei Jahren marktfähige Raketen für kleinere bis mittlere Satelliten entwickelt haben möchte.

          „Wir haben Raketenantriebe an der Universität entwickelt, und eines Tages haben uns Unternehmen angerufen und wollten diese Antriebe kaufen“, sagt Mitgründer Daniel Metzler. So ist ein Unternehmen aus Bayern entstanden, das Elon Musks privates Raumfahrtunternehmen SpaceX herausfordern möchte.

          Korrektur: Wir hatten Daniel Metzler versehentlich als „David Metzler“ beschrieben. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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