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Netzagentur-Chef im Interview : „Deutschland hat genug Strom“

Der Ausbau der Leitungen muss zügig vorankommen. Bild: dpa

Trotz Kohle- und Atomausstiegs sieht Netzagentur-Präsident Jochen Homann die Versorgung nicht gefährdet. Zugleich hält er den teuren Ausbau des Stromnetzes für alternativlos.

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          Herr Homann, für den Ausbau des Stromnetzes werden in den nächsten Jahren mehr als 100 Milliarden Euro fällig. Rollt da eine neue Kostenlawine auf die Verbraucher zu?

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Die neuen Leitungen müssen bezahlt werden, und das wird sich in den Netzentgelten und Strompreisen niederschlagen. Aber der Bau zieht sich über sehr lange Zeiträume, eine Kostenlawine für die Stromkunden sehe ich da nicht. In diesem Jahr sind die Netzentgelte im Durchschnitt ja sogar praktisch konstant geblieben. Außerdem müsste ohne neue Leitungen noch öfter in den Kraftwerkspark eingegriffen werden, und auch diese Kosten landen bei den Stromkunden. Das macht jetzt schon mehr als 1 Milliarde Euro im Jahr aus. Nichts tun wäre auf Dauer die teurere Alternative.

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