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Industriepolitik : Abwehrkampf gegen China

Bild: Thilo Rothacker

Die Deutschen haben Angst vor China. Das bringt die Bundesregierung auf dumme Gedanken: Heute stellt Wirtschaftsminister Altmaier seine „Nationale Industriestrategie 2030“ vor.

          5 Min.

          An diesem Dienstag, 11 Uhr, will der Bundeswirtschaftsminister seinen ersten richtig großen Aufschlag machen. Er lädt in seinen neobarocken Prachtbau, die einstige „Kaiser-Wilhelm-Akademie“ für Militärmedizin, um der Öffentlichkeit eine „Nationale Industriestrategie“ zu präsentieren. Wirtschaft, lautet die Idee, findet dann nicht mehr allein in der Wirtschaft statt: Der Staat soll kräftig mitmischen bei Fusionen und Übernahmen, er soll dafür sorgen, dass deutsche und europäische Weltmarktführer entstehen oder erhalten bleiben, von der Autobranche bis zum Bankwesen. Der Entwurf nennt sogar konkrete Konzerne, die künftig zu unterstützen wären.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Man muss nicht lange raten, in welche Richtung das vor allem zielt: In erster Linie geht es gegen China, daneben auch gegen amerikanische Internetgiganten, denen Europa jedoch wenig entgegensetzen kann.

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