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Fehlende Arzneimittel : Staat soll Reserve vorhalten

Impfstoffe, spezielle Therapeutika, Generika: Die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten muss gesichert sein. Bild: Picture-Alliance

Allein derzeit gibt es bei 239 Medikamenten Lieferengpässe. Für eine bessere Versorgung der Patienten fordern Unionspolitiker deshalb unter anderem eine Ausweitung der Vorhaltepflicht und im Notfall ein Exportverbot für betroffene Präparate.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Kaum etwas ist lästiger, als wenn das Arzneimittel, das der Arzt soeben verschrieben hat, in der Apotheke nicht zu bekommen ist. Schlimmer noch, wenn das Präparat gar nicht mehr lieferfähig ist. Das aber ist keine Seltenheit. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sah sich genötigt, für solche Fälle sogar eine regelmäßige Gesprächsrunde mit Industrie und Apotheken einzurichten. Aktuell hat es allein 239 Präparate mit einem Lieferengpass registriert, darunter knapp 100 mit unterschiedlichen Wirkstoffen. Allerdings ist die Meldepflicht der Industrie freiwillig, tatsächlich könnten also mehr Arzneimittel betroffen sein, sagt ein BfArM-Sprecher.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Den Gesundheitspolitikern der Unions-Fraktion im Bundestag geht das zu weit. Sie verlangen einen Forderungskatalog zur Bekämpfung der Lieferengpässe. Das der F.A.Z. vorliegende Maßnahmenpaket reicht von verschärften Meldepflichten bis zum Aufbau einer nationalen Arzneimittelreserve und einem Exportverbot für jene Arzneien, die in deutschen Apothekenregalen knapp werden. „Wir dürfen nicht in eine Situation verschärfter oder gar dramatischer Engpässe kommen, und die Leute haben den Eindruck, die Politik tue nichts dagegen“, sagt der Autor des Papiers, Michael Hennrich (CDU), der F.A.Z.

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