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Erfolg des 9-Euro-Tickets : 74 Prozent mehr Fahrgäste im Nahverkehr der Bahnen

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Mittlerweile ein gewohntes Bild: Viele Fahrgäste warten auf die Einfahrt einer Regionalbahn. Bild: dpa

Mehr Fahrgäste, die längere Strecken zurücklegen: Im Nahverkehr steigt in diesem Sommer die Auslastung deutlich. Das bestätigen nun auch Daten des Statischen Bundesamts.

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          Im zweiten Quartal dieses Jahres ist die Zahl der Fahrgäste im Eisenbahnnahverkehr deutlich gestiegen. Lockerungen der Corona-Maßnahmen sowie das im Juni eingeführte 9-Euro-Ticket ließen die Zahl der Fahrgäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74 Prozent steigen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis automatisch erhobener Nutzerdaten der Verkehrsunternehmen berichtete. Auch im Vergleich zum Jahresauftaktquartal ist die Zahl der Fahrgäste um 46 Prozent gewachsen.

          Mit dem Neun-Euro-Ticket legten die Menschen auch längere Strecken zurück, legen die Daten nahe. Die zurückgelegten Strecken der Fahrgäste im Eisenbahn-Nahverkehr lagen im Frühjahr bei durchschnittlich 25 Kilometern – das war mehr als im Vorquartal mit 22 Kilometern und im Vorjahresquartal mit 21 Kilometern. „Die weiteren Distanzen dürften auf das Neun-Euro-Ticket zurückzuführen sein, die Corona-Maßnahmen hatten hierauf in der Vergangenheit einen vergleichsweise geringen Einfluss“, so die Statistiker.

          Zuwachs bei Straßenbahnen schwächer

          Auch die Beförderungsleistung in Personenkilometern – die die von allen Fahrgästen gemeinsam zurückgelegten Kilometer misst – legte deutlich zu. Im Eisenbahn-Nahverkehr gab es hier ein Plus von 68 Prozent zum Vorquartal und von 113 Prozent zum Vorjahresquartal. Mit Straßenbahnen und Stadtbahnen (einschließlich Hoch-, U und Schwebebahnen) fuhren 21 Prozent mehr Fahrgäste als im Vorquartal und 48 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

          „Damit fielen die Zuwächse geringer aus als im Eisenbahn-Nahverkehr“, hieß es dazu. Die mittleren Reiseweiten blieben hier nahezu unverändert bei etwa vier Kilometern. Ausgewertet wurden für die Statistik die Daten von Verkehrsunternehmen, die automatisierte Fahrgastzählsysteme einsetzen und deren Daten zum Zeitpunkt der Analyse bereits „qualitätsgeprüft vorlagen“, wie das Bundesamt betonte.

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