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Nachhaltiger Konsum : Zu Hause darf es keine Nutella mehr geben

Beliebtes Frühstück: ein Nutella-Toast Bild: StockFood

Um den Regenwald zu schützen, verzichten immer mehr Deutsche auf Lebensmittel mit Palmöl, das zum Beispiel im indonesischen Urwald hergestellt wird. Das lässt eine alte DDR-Marke wieder aufleben. Aber hilft es auch den Orang-Utans?

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          Das Summer's-Tale-Festival in der Lüneburger Heide ist ein außergewöhnlicher Ort. Ein ökologisch bewusstes Publikum versammelt sich hier für ein verlängertes Wochenende im August, es gibt Yoga und Familienklettern, Lesungen, Tanz-Workshops und entspannte Popmusik. Im Sommer 2019 ist auch Dieter Schonlau dabei. Der Paderborner ist Konditormeister und Regenwald-Fotograf. Acht bis neun Monate im Jahr verbringt er in Indonesien, ansonsten verdient er als Marzipankünstler das Geld für seine Reisen.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Schonlaus Vortrag fesselt die Zuhörer sofort. Kinder sitzen im Schneidersitz vor einer großen Leinwand, auf der er Fotos seltener Urwaldtiere zeigt. Manchmal mussten er und seine Frau Sandra Hanke zehn Nächte auf Hängematten verbringen, um ihnen zu begegnen, erzählt der Fotograf. Kinder und Erwachsene schauen gebannt auf die bunten Bilder. Als etwa eine Dreiviertelstunde vergangen ist, wirft er Bilder von Orang-Utans auf die Leinwand, die in Käfigen leben. Um Platz für Palmölplantagen zu schaffen, wurde ihr Lebensraum zerstört.

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