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Nach Manipulation bei Leserwahl : ADAC stellt Autopreis „Gelber Engel“ ein

  • Aktualisiert am

Ein Modell des ADAC-Preises „Gelber Engel“ Bild: dpa

Den Skandal um gefälschte Zahlen wird der Autopreis Gelber Engel nicht überleben: „Das war ein Totalschaden“, sagt ADAC-Präsident Peter Meyer.

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          Nach dem Skandal um manipulierte Zahlen bei der Wahl zum „Gelben Engel“ will der ADAC den Autopreis nach Medieninformationen einstellen.

          Hintergrund ist der Skandal um geschönte Zahlen beim ADAC-Preis zum „Lieblingsauto der Deutschen“. Dieses wird von den Lesern der Mitgliederzeitschrift „Motorwelt“ gewählt. Kommunikationschef Michael Ramstetter hatte eingeräumt, dabei die Teilnehmerzahlen nach oben frisiert zu haben. Er hatte die Teilnehmerzahlen verzehnfacht. Seine Posten legte er nach Bekanntwerden des Skandals nieder.

          ADAC-Präsident Peter Meyer sagte jetzt der „Automobilwoche“ auf die Frage, ob der Gelbe Engel noch eine Zukunft habe: „Sicherlich nein, er hat keine Zukunft. Das war ein Totalschaden“.  Der ADAC denke im Moment auch „überhaupt nicht darüber nach, ob wir so etwas ähnliches wieder machen wollen“, fügte er hinzu. Der ADAC werde sich künftig auf seine Kernkompetenzen zurückbesinnen, um wieder Vertrauen für die Organisation aufzubauen.

          Der ADAC selbst wurde von der Aussage offenbar selbst überrascht und wollte den Beschluss noch nicht offiziell bestätigen: Er bestätigte zwar die Aussagen des Präsidenten, ergänzte aber, die Entscheidung über die Zukunft des Preises werde „zu einem späteren Zeitpunkt getroffen“.

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