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Nach Insolvenz : Der Nürburgring wird russisch

  • Aktualisiert am

Eine Glasscheibe mit dem Logo der Rennstrecke Nürburgring Bild: dpa

Der finanziell angeschlagene Düsseldorfer Unternehmer Robertino Wild, dem zwei Drittel der Besitzgesellschaft gehörten, ist aus dem Käuferkreis ausgeschieden. Zum Zuge kommt nun ein Geschäftspartner von Roman Abramovitsch.

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          Der insolvente Nürburgring kommt in russische Hände. Der finanziell angeschlagene Düsseldorfer Unternehmer Robertino Wild, dem zwei Drittel der Besitzgesellschaft gehörten, ist aus dem Käuferkreis ausgeschieden. Stattdessen übernimmt die NR Holding AG des Pharmaunternehmers Viktor Charitonin die Mehrheit. Die Gesellschaft habe nicht nur die Ende Oktober fälligen zweiten Tranche des Kaufpreises in Höhe 5 Millionen Euro überwiesen, sondern zugleich die dritte im Dezember fällige Rate von ebenfalls 5 Millionen Euro, teilten die Ring-Verwalter Thomas Schmidt und Jens Lieser mit. Die Gesamtfinanzierung von 77 Millionen Euro sei sichergestellt.

          Die Verwalter werten den Einstieg als bloße Veränderung auf der Gesellschafterebene, der Kaufvertrag bliebe davon unberührt. Charitonin hatte mit Hilfe von Roman Abramovitsch den Pharmakonzern Pharmstandard aufgebaut und wurde damit Milliardär. Er habe aus Liebe zum Rennsport in den Ring investiert, sagte ein Sprecher der Besitzgesellschaft. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz, die fast 500 Millionen Euro Steuermittel investiert hatte, um die Rennstrecke zum Freizeitparkt umzubauen, kommentierte den Einstieg zunächst nicht.

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