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Nach Gewitterstürmen : Blackout in ganz Südaustralien

Dunkelheit und Verkehrsstaus: Das ist das Bild in Adelaide am Mittwoch. Bild: AP

Nach heftigen Unwettern ist in ganz Südaustralien der Strom ausgefallen. Auch die beiden großen Telefonnetzwerke blieben tot. Sogar große Bergwerke mussten die Förderung einstellen.

          Nach Gewitterstürmen ist ganz Südaustralien ohne Strom. Augenscheinlich sind mehrere Strommasten durch Blitzeinschlag zerstört worden. Die Windgeschwindigkeiten erreichten 140 Kilometer in der Stunde. Seit kurz vor vier Uhr nachmittags australischer Zeit ist der gesamte südliche Landesteil Australiens vom nationalen Netz abgeschnitten. Dieser Zustand werde auch über Nacht anhalten, heißt es. Auf einer Fläche, die fast dreimal so groß wie Deutschland ist, leben knapp 1,7 Millionen Menschen.

          Die Gebäude blieben dunkel und die Polizei musste den Verkehr regeln.
          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          In der Landeshauptstadt Adelaide kam es zu großen Verkehrsstaus. Die gut eine Million Einwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und sie mit Kerzen oder Kerosinlampen zu beleuchten. Auch die beiden Telefonnetzwerke Optus und Vodafone blieben tot. Am Flughafen in Adelaide kam es zu langen Verspätungen. Die Krankenhäuser werden mit ihren eigenen Generatoren unter Strom gehalten.

          Auch große Bergwerke mussten Förderung einstellen

          Während zumindest in Teilen Adelaides der Strom relativ schnell wieder eingeschaltet werden soll, dürfte einige entlegene Landesteile noch Stunden wenn nicht Tage ohne Strom bleiben. Auch große Bergwerke wie Olympic Dam von Weltmarktführer BHP Billiton musste am Mittwoch die Förderung und Verarbeitung von Gold, Kupfer und Uran einstellen, weil es keinen Strom mehr gab.

          Die Menschen wurden aufgefordert, möglichst mit Kerzen in ihren Wohnungen zu bleiben.

          Südaustralien gilt als Vorreiter für erneuerbare Energien im Fünften Kontinent. Im Juli stiegen die Strompreise, weil die Windturbinen nicht genügend Energie liefern konnten. Das löste eine Debatte über den Abschied von – als verlässlicher geltenden – Kohlekraftwerken aus.

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