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Nach Fernseh-Reportage : Strafanzeige gegen Daimler-Chef Zetsche

  • Aktualisiert am

Dieter Zetsche Bild: dpa

Eine ARD-Reportage über Leiharbeiter bei Daimler zieht weitere Kreise. Der Staatsanwaltschaft Stuttgart liege eine Strafanzeige wegen des Vorwurfs der illegalen Arbeitnehmerüberlassung vor, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Mittwochabend.

          Konzernkreisen zufolge richtet sich die Anzeige gegen Daimler-Chef Dieter Zetsche, Daimler-Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm und eine von Daimler beauftragte Logistikfirma. Ein Daimler-Sprecher wies die Vorwürfe zurück: „Uns liegt die Anzeige nicht vor. Wir haben davon keine Kenntnis. Selbst wenn das so wäre, würden wir das entschieden zurückweisen“. „Handelsblatt Online“ hatte zuvor ebenfalls davon berichtet.

          Unabhängig von der Strafanzeige prüft die Staatsanwaltschaft Stuttgart zudem, ob es einen Anfangsverdacht für eine Straftat gibt, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Sollte es diesen geben, werde die Behörde Ermittlungen einleiten. Sie ließ offen, wann mit einem Ergebnis der Prüfung zu rechnen ist.

          Die ARD hatte in ihrer am Montagabend ausgestrahlten Reportage „Hungerlohn am Fließband“ Daimler vorgeworfen, über Werkverträge Menschen zu beschäftigen, die von ihrem Gehalt nicht leben könnten. Ein Reporter habe dabei die gleichen Tätigkeiten wie die Daimler-Mitarbeiter ausgeführt und Anweisungen von Daimler-Mitarbeitern erhalten. Daimler hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

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