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Nach dem Votum der Briten : Finanzminister will Unternehmenssteuer deutlich senken

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Bleibt George Osborne eigentlich Finanzminister nachdem David Cameron zurück getreten ist. Bild: AP

Nach dem Brexit-Votum signalisieren Unternehmen schon, Arbeitsplätze zu verlegen in andere Länder. Die britische Regierung versucht nun, den Schaden zu begrenzen.

          Nach dem Brexit-Votum warnen britische Unternehmen, einige von ihnen und auch ausländische Konzerne überlegen schon, Arbeitsplätze aus Britannien abzuziehen oder schieben geplante Investitionen erst einmal auf. Die britische Regierung versucht nun, den (drohenden) Schaden zu begrenzen.

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          Finanzminister George Osborne, der vehement für einen Verbleib in der EU geworben hatte, plant nun angeblich, die Steuern für Unternehmen deutlich zu senken. Damit wolle er die negativen Folgen für Großbritannien im Zuge des EU-Austritts einhegen, berichtet die „Financial Times“. Vorgesehen sei ein Steuersatz von weniger als 15 Prozent.

          Derzeit beträgt die Körperschaftssteuer im Vereinigten Königreich 20 Prozent. Im März hatte Osborne in Aussicht gestellt, diese Steuer bis zum Jahr 2020 auf 17 Prozent zu verringern. Mit dem Schritt wolle Osborne eine „super wettbewerbsfähige Volkswirtschaft“ mit niedrigen Unternehmenssteuern und einer globalen Ausrichtung schaffen.

          In den übrigen OECD-Ländern beträgt diese Steuer im Durchschnitt rund 25 Prozent. Eine niedrigere Besteuerung in Großbritannien dürfte deshalb andere EU-Länder verärgern. Ein Datum für die Maßnahme nannte Osborne der Zeitung zufolge allerdings zunächst nicht. Zudem wolle Osborne, über den nicht klar ist, ob er auch unter dem Nachfolger oder der Nachfolgerin David Camerons im Amt bleibt, die Beziehungen zu China stärken.

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